AblenkungHandy am Steuer: Immer mehr Autofahrer sterben wegen Ablenkung

Eine neue forsa-Umfrage hat ergeben, dass die Hälfte aller Autofahrer am Steuer auf ihr Smartphone schauen. Die Folge: Jeder zehnte Verkehrstote stirbt wegen Ablenkung.

Immer mehr Autofahrer sterben wegen Handy am Steuer
Wer während der Autofahrt auf's Handy guckt, ist abgelenkt - und somit in Lebensgefahr
Foto: iStock
Inhalt
  1. Handy am Steuer: Bußgeld und Punkt in Flensburg
  2. Handy auch auf dem Fahrrad verboten
  3. Erhöhung der Strafen vorgesehen

Eine aktuelle Umfrage der Kölner Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen (forsa) kam zu einem erschreckenden Ergebnis: Über die Hälfte aller Autofahrer, die im Besitz eines Smartphones sind, nutzen es regelmäßig auch am Steuer.

Dabei ist Ablenkung der Todesgrund Nummer 1 bei Verkehrsunfällen: Jeder zehnte Verkehrstote in Deutschland starb, weil er abgelenkt war. In Zahlen sind es rund 320 Menschen pro Jahr. Damit ist klar: Ablenkung am Steuer tötet mehr Menschen als Alkohol (am Steuer)!

 

Handy am Steuer: Bußgeld und Punkt in Flensburg

Wer mit 50 km/h auch bloß 5 Sekunden auf sein Handy schaut, fährt quasi 70 Meter blind. Kein Wunder, dass die Gesetzgebung in Deutschland Strafen dafür vorsieht.

Wer beim Telefonieren am Steuer erwischt wird, bekommt 1 Punkt in Flensburg und zahlt ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro plus 27,50 Euro Bearbeitungsgebühr (laut Bußgeldkatalog 2017). Und: Wer zum wiederholten Mal beim Telefonieren am Steuer erwischt wird, dem kann sogar ein Fahrverbot von bis zu drei Monaten verhängt werden.

Das gleiche gilt übrigens beim Tippen einer SMS / WhatsApp-Nachricht auf dem Handy. Ebenfalls verboten: Das Lesen von Nachrichten am Steuer, das Nachsehen der Uhrzeit auf dem Handy-Display und sogar das Wegdrücken eines Anrufs.

Baut man einen Unfall, weil man das Handy am Steuer benutzt hat, kommen richtig harte Strafen auf den Täter zu. Von Schadensersatz und Bußgeld über einer Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung (bzw. Tötung) bis hin zu einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren kommen auf den Am-Steuer-Handy-Nutzer zu.

 

Handy auch auf dem Fahrrad verboten

Einzige Ausnahme: der ausgeschaltete Motor. Wer parkt oder ein Stopp-Start-System im Auto hat (dementsprechend beim Stand der Motor aus ist), darf sein Handy nutzen. Und: Ist das Handy in einer speziellen Halterung und wird über eine Freisprechanlage genutzt, ist das nicht strafbar. Hauptsache, beide Hände sind am Steuer und beide Augen auf die Fahrbahn gerichtet.

Übrigens: Wer beim Fahrradfahren sein Handy nutzt und erwischt wird, wird mit einem Verwarngeld von 25 Euro bestraft.

 

Erhöhung der Strafen vorgesehen

Das Bußgeld soll - laut Bundesverkehrsministerium - übrigens weiter erhöht werden: Für Autofahrer von 60 Euro auf 100 Euro, für Fahrradfahrer von 25 Euro auf 55 Euro. Auch plädieren einige Politiker für ein zusätzliches Fahrverbot, wenn jemand mit Handy am Steuer erwischt wird.

Der Grund für die erhöhten Strafen klingt plausibel: Die Zahl der Handynutzer am Steuer steigt drastisch - und mit ihnen die Zahl der "Verkehrstoten wegen Ablenkung"...

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(ww7)

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