Wegen MasernImpfverweigerern drohen künftig hohe Geldstrafen

Impfverweigerern drohen künftig hohe Geldstrafen. So sollen weitere Masern-Epidemien verhindert werden.
Impfverweigerern drohen künftig hohe Geldstrafen. So sollen weitere Masern-Epidemien verhindert werden.
Foto: iStock

Nach dem Tod einer Mutter durch Masern in Essen sind jetzt Strafzahlungen für Impfverweigerer geplant. Masern-Epidemien sollen so verhindert werden.

Vor wenigen Tagen ist eine Frau in der Stadt Essen an Masern gestorben. Wieder wird deutlich: Masern sind keine „harmlose Kinderkrankheit“. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe fordert jetzt  Strafzahlungen für Eltern, die die Impfung ihrer Kinder verweigern.

Bis zu 2500 Strafe sollen Eltern künftig zahlen müssen, die die verpflichtende Impfberatung ihrer Kinder verweigern.  Diese Regelung sieht ein neues Epidemiologie-Gesetz vor, dass am 1. Juni im Bundestag abschließend beraten werden soll, so berichtet die „Bild“ in ihrer Freitagsausgabe.

 

Kita-Mitarbeiter sollen Impfverweigerer melden

Die Impfverweigerer sollen durch die Mitarbeiter von Kitas gemeldet werden. Sie sollen per Gesetz dazu verpflichtet werden, alle Eltern, die die Impfberatung ihrer Kinder verweigern, an die Gesundheitsämter zu melden.

Es kann niemanden kalt lassen, dass noch immer Menschen durch Masern zu Tode kommen“, erklärte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU). "Deshalb verschärfen wir jetzt die Regelungen zum Impfschutz."

Video: Masern - Das solltest du über die Krankheit wissen

 

In Essen ist am vergangenen Samstag eine dreifache Mutter an den Folgen einer Masernerkrankung gestorben, es war der erste Todesfall durch Masern in diesem Jahr.

Der Gesundheitsdezernent von Essen, Peter Renzel, warnt: „Masern sind keine harmlose Kindererkrankung, sondern können bei Kindern zu Hirnhautentzündungen und bei Erwachsenen zu Lungenentzündungen führen.

 

Nicht geimpfte Kinder sollen nicht mehr in die Kita dürfen

Ergänzend zu den Geldstrafen für Impfverweigerer sind auch strengere Kontrolle angedacht. Ärzte und Politiker sprechen sich in jüngster Zeit verstärkt dafür aus, den Besuch von Kindergärten davon abhängig zu machen, ob die Kinder geimpft sind. „Ohne Impfung keine Kita und auch keine andere Bildungseinrichtung", fordert Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Masern werden meist durch eine Tröpfchen-Infektion übertragen, also die Verteilung von infizierten Körperflüssigkeiten durch Sprechen, Husten oder Niesen. Erste Symptome der Krankheit sind Fieber, Schnupfen, Husten, Entzündungen den Bindehaut und Ausschlag an der Mundschleimhaut. Kinder mit entsprechenden Symptomen sollten keinesfalls mehr in Kita, Schule oder andere Betreuungseinrichtungen mehr geschickt werden.

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