Mangelhafte QualitätImplantate: Schockierender Anstieg von Todesfällen und Verletzungen

Die Zahl an Verletzten und sogar Todesfällen aufgrund von Implantaten wurde lange geheim gehalten. Nun kommt die schockierende Wahrheit ans Licht: Mehr als 14.000 Menschen sind alleine in Deutschland betroffen.

Inhalt
  1. Implantate können zum Tod führen
  2. Verletzungen durch Implantate werden meist nicht gemeldet
  3. Implantate sind nicht ausreichend getestet
  4. Perfider Grund für das Schweigen über mangelhafte Implantate

Die gesundheitlichen Risiken, die von Implantaten ausgehen, waren lange Zeit unbekannt. Doch jetzt kommt die Wahrheit heraus: NDR, WDR und die Süddeutsche haben in Zusammenarbeit mit dem internationalen Konsortium für Investigative Journalisten Unterlagen zu den "Implant Files" untersucht - mit erschreckendem Ergebnis.

 

Implantate können zum Tod führen

Es sind unfassbare Zahlen: Bei 14.034 Menschen in Deutschland haben Implantate zu schmerzhaften Verletzungen geführt, in einigen Fällen sogar zum Tod. Dabei handelt es sich um jegliche medizinische Produkte von künstlichen Knie- oder Hüftgelenken, über Insulinpumpen bis hin zu Brustimplantaten. Alleine mehr als 3000 Frauen in Deutschland sollen 2017 Silikonkissen entfernt worden sein, da die Implantate zu Vernarbungen im Brustgewebe mit schlimmen Schmerzen geführt haben. Gemeldet wurden davon allerdings lediglich 141, also nur ein Bruchteil.

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Verletzungen durch Implantate werden meist nicht gemeldet

Alle Beteiligten, die für einen Einsatz von Implantaten zuständig sind, sind dazu verpflichtet, gesundheitliche Folgen von Medizinprodukten zu melden. Doch Ärzte, Krankenhäuser, Behörden und Hersteller schweigen meist. Schlimmer noch: Die Behörden halten sich laut dem Bericht sogar komplett aus der Angelegenheit raus. Die Implantat-Hersteller können so selbst entscheiden, ob sie mangelhafte Produkte zurückrufen oder vor fehlerhaften Implantaten warnen. Und die Spitze des Eisbergs: Trotz mehrerer tausend Warnungen der Hersteller pro Jahr sollen die Behörden seit 2010 lediglich sechs Mal Implantate zurückgerufen haben.

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Implantate sind nicht ausreichend getestet

Es ist anzunehmen, dass das gesundheitliche Risiko mit einem Mangel an Tests der Medizinprodukte zusammenhängt. Nur bei zehn Prozent der implantierten Produkte liegen klinische Daten vor. Die Implantate werden also meist ohne umfangreiche Testreihen in menschliche Körper eingeführt.

 

Perfider Grund für das Schweigen über mangelhafte Implantate

Damit sich die Geschädigten nicht in der Öffentlichkeit über missglückte Implantierungen äußern, sollen die Hersteller hohe Beträge locker machen. Als Gegenleistung müssen die Patienten Verschwiegenheitsklauseln unterzeichnen und werden so mundtot gemacht. So drangen die gesundheitlichen Folgen von Implantaten bis jetzt nicht an die Öffentlichkeit.

Wir hoffen, dass der Bericht ein Umdenken mit sich bringt und es bald schärfere Kontrollen der Implantete seitens der Behörden gibt.

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