SelbstzweifelImpostor-Syndrom: Wenn du dich selbst für einen Hochstapler hältst

Die Beförderung muss ein Irrtum sein - die verdiene ich doch gar nicht! Wer am Impostor-Syndrom leidet, glaubt nicht an seine Fähigkeiten und hält sich selbst für einen Hochstapler. Mit schlimmen Folgen.

Inhalt
  1. Impostor-Syndrom: Was ist die Hochstapler-Störung?
  2. Impostor-Syndrom-Betroffene erkennen ihren Erfolg nicht an
  3. Daran erkennst du, ob du am Impostor-Syndrom leidest
  4. Impostor-Syndrom: Was tun?

Klar, Selbstzweifel kennen wir alle – mal mehr und mal weniger. Doch bei Menschen, die an dem Impostor-Syndrom (wird auch Hochstapler-Syndrom genannt) leiden, werden die Selbstzweifel geradezu krankhaft.

 

Impostor-Syndrom: Was ist die Hochstapler-Störung?

„Ich hatte einfach nur Glück“ oder „Irgendwann wird rauskommen, dass ich überhaupt nichts kann“… Menschen mit dem Impostor-Syndrom - Frauen sind häufiger betroffen, als Männer - haben so starke Selbstzweifel, dass sie nicht an ihre Talente, Fähigkeiten und Leistungen glauben. Haben sie dann Erfolg, denken sie, diesen nicht verdient zu haben. Sie halten etwa eine Beförderung nicht für das Ergebnis ihrer guten Arbeit, sondern für einen Fehler, der irgendwann rauskommt. Oder noch schlimmer: Sie denken, sie haben sich ihren Erfolg erschummelt – sind also Hochstapler. Dabei sind ihre Leistungen und Erfolge objektiv gesehen vollkommen gerechtfertigt.

Die Ursache für das Impostor-Syndrom vermuten Experten in der Kindheit der Betroffenen. Sie wurden möglicherweise von ihren Eltern häufig sehr stark gelobt und für etwas Besonderes gehalten. Später mussten sie feststellen, dass andere genauso gut oder sogar besser als sie selbst sind. Ihr Selbstbild bröckelte und machte sie unsicher.

Auf der anderen Seite könnten die Eltern die Geschwister des Betroffenen (oder andere nahestehende Personen) stärker als die Betroffenen gelobt haben. Egal, wie sehr diese sich anstrengten, sie bekamen (gefühlt) nie die volle Anerkennung der Eltern.

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Impostor-Syndrom-Betroffene erkennen ihren Erfolg nicht an

Dieses Gefühl, nie zu genügen, setzt sich im Erwachsenenleben fort und kann schlimme Folgen haben: Impostor-Syndrom-Betroffene leben in der ständigen Angst, dass ihr vermeintlicher Betrug aufgedeckt wird. Dieser psychische Druck kann regelrecht krank machen. Das Impostor-Syndrom kann dazu beitragen, dass Betroffene an Schlafstörungen, Angstzustände, Depressionen oder Burnout erkranken.

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Daran erkennst du, ob du am Impostor-Syndrom leidest

  • Du denkst, du hast keinen (beruflichen) Erfolg verdient? Du glaubst, dass nur Zufall, Glück oder sogar ein unbewusster Betrug der Grund für deinen Erfolg sein können?
  • Du hast ständig Angst: Was ist, wenn jemand bemerkt, dass du nicht so kompetent bist, wie alle denken?
  • Du spielst deine Erfolge vor anderen runter? Es ist dir unangenehm, über sie zu sprechen, denn aus deiner Sicht verdienst du sie ja nicht?
  • Du leidest generell an einem geringen Selbstbewusstsein oder sogar Minderwertigkeitskomplexen?
  • Du hältst andere für intelligenter und kompetenter als dich selbst?
  • Andere sagen dir immer wieder, dass du unter deinen (beruflichen) Möglichkeiten bleibst? Aber die Aussicht auf beruflichen Aufstieg macht dir Angst?
  • Du hast große Angst zu versagen?
  • Du arbeitest sehr hart? Schließlich willst du das "ungerechtfertigte" Bild, das andere von dir haben, erfüllen?

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Impostor-Syndrom: Was tun?

Wenn du mehrere dieser Fragen mit "Ja" beantwortet hast, kann es sein, dass du am Impostor-Syndrom leidest. Dabei handelt es sich um sehr stark ausgeprägte Minderwertigkeitskomplexe. Deshalb ist es wichtig, dein Selbstbewusstsein zu stärken. Mit diesen Übungen trainierst du dein Selbstbewusstsein. Führe dir vor Augen, welche Fähigkeiten und Talente du besitzt (Ja, das tust du!) und welche Erfolge du schon erreicht hast. Vergleiche dich nicht immer mit anderen. Besonders wenn du schon an Schlaf- oder Angststörungen leidest oder sogar depressiv bist: Du bist nicht allein! Dein Arzt kann dir helfen, einen psychologischen Experten zu finden, der dich unterstützt, das Impostor-Syndrom zu bekämpfen.

Autorin: Julia Adame y Castel

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