Nach der Geburt vertauschtIndien: Eltern wollen im Krankenhaus vertauschte Babys nicht zurück tauschen

In einem Krankenhaus in Indien wurden zwei Babys nach ihrer Geburt im Jahr 2015 vertauscht. Nun wollen die Eltern den Tausch nicht rückgängig machen.

Am 11. März 2015 kamen im Abstand von fünf Minuten zwei Jungen in einem Krankenhaus in der indischen Stadt Mangaldai zur Welt. Die Babys landeten jedoch nicht bei ihren leiblichen Eltern, einem hinduistischen und einem muslimischen Paar, sondern wurden vertauscht.

Bei dem muslimischen Paar stellten sich mit der Zeit Zweifel ein, ob es sich bei dem kleinen Jonait wirklich um ihren Sohn handle. Der Junge sah niemandem in der Familie ähnlich. Der Vater stellte daraufhin Nachforschungen an und fand schließlich seinen leiblichen Sohn bei einer hinduistischen Familie nur 30 Kilometer entfernt. 

Ein DNA-Test, der im November 2017 durchgeführt wurde, bestätigte den Verdacht der Eltern: Die Babys wurden tatsächlich vertauscht. Den Eltern wurde daraufhin von einem Magistrat erklärt, dass sie die Kinder zurück tauschen könnten. Doch die Paare entschieden sich dagegen. Gegenüber der BBC sagte eine der Mütter: "Der Magistrat erklärte uns, dass wir die Kleinen wieder austauschen dürften, aber wir sagten, dass wir das nicht wollen. Denn wir haben sie die letzten drei Jahre aufgezogen, wir können sie einfach nicht mehr gehen lassen.“

Bei einem Versuch hätten sich außerdem die Kinder an ihre Mütter geklammert und geweint. 

Einer der Väter erklärte, dass die Kinder selbst entscheiden können, wo sie leben möchten, wenn sie älter sind. Nun aber würde es den Kinder zu schwer fallen, sich an die anderen Sitten, eine Sprache und an ein anderes Umfeld zu gewöhnen.

 

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