Konzern droht ZahlungsunfähigkeitInsolvenzantrag: Erotikhändler Beate Uhse droht die Pleite

Beate Uhse hat einen Insolvenzantrag gestellt. Dem Erotikhändler droht die Zahlungsunfähigkeit. Die Firmenspitze hofft dennoch auf Rettung. 

98 Prozent der Deutschen kennen die Beate Uhse AG aus Flensburg, zu Spitzenzeiten waren die Aktien des Unternehmens 75 Millionen Euro wert. Doch das Unternehmen verschlief die Digitalisierung. Den Onlinehandel hat das Unternehmen viel zu spät und eher unprofessionell aufgezogen. Im Gegensatz zur Konkurenz seien die Produkte überteuert und von schlechter Qualität. In Zeiten von so starkem Wettbewerb wie Amorelie und Eis.de natürlich fatal. 

 

Es besteht Hoffnung für Beate Uhse

Hintergrund des Insolvenzantrags sind gescheiterte Versuche Verbindlichkeiten in Höhe von 30 Millionen Euro umzuschulden. Bisher habe es keine Einigung mit den Gläubigern gegeben und daher habe die Zahlungsunfähigkeit gedroht. Doch Firmenchef Michael Specht, der zuvor erfolgreich Konzerne wie Starbucks leitete, gibt sich optimistisch, was die Zukunft des Konzerns angeht: "Wir haben einen Weg eingeschlagen, bei dem wir sehr zuversichtlich sind, die Unternehmensgruppe als Ganzes sanieren zu können." 

Beate Uhse gründete das Unternehmen 1951 mit gerade mal 4 Mitarbeitern. Das Versandhaus Beate Uhse vertrieb anfangs nur Kondome und Bücher zum Thema "Ehehygiene". Anfang der 60er Jahre hatte das Unternehmen bereits mehr als 5 Millionen Kunden. 1962 eröffnete sie in Flensburg ihr „Fachgeschäft für Ehehygiene“, den ersten Sexshop der Welt. 1989 wurde die Firmengründerin und Kunstflug-Pilotin Beate Uhse mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 1999 ging der Konzern an die Börse. Zwei Jahre später starb Beate Uhse in St. Gallen. 

(ww2)

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