Neue Knallhart-MaßnahmenInzidenz-Hammer: Mega-Lockdown bis Ende Juni!

Der bundesweite Lockdown kommt - und er wird länger andauern, als viele erwartet haben!

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Inhalt
  1. Corona-Notbremse: Das sind die neuen Regeln
  2. Virologe kritisert: Bundesregierung konzentriert sich nur auf Inzidenz
  3. Vielzahl an Schnelltests verzerren laut Experte Inzidenz
  4. So lockern die Länder in Europa

Die Änderung des Infektionsschutzgesetzes ist auf den Weg gebracht: Durch sie wird der geplante Bundes-Lockdown und die Notbremse ab einer Inzidenz von 100 möglich. Bereits in der kommenden Woche soll das neue Gesetz in Kraft treten.

 

Corona-Notbremse: Das sind die neuen Regeln

Durch die Änderung gibt es einheitliche Regeln für ganz Deutschland in Bezug auf Kontaktbeschränkungen, Ausgangssperren sowie die Schließung des Einzelhandels und der Schulen. So soll in Regionen, in denen die Inzidenz über 100 liegt, eine nächtliche Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr greifen.

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Ab einer Inzidenz von 165 sollen Schulen wieder in den Distanzunterricht gehen. Zudem sollen Geschäfte, Kultur- und Sporteinrichtungen schließen, wenn der Wert über 100 liegt. Bei den Kontaktbeschränkungen sind in diesem Fall nur Treffen mit einer haushaltfremden Person erlaubt.

 

Virologe kritisert: Bundesregierung konzentriert sich nur auf Inzidenz

Diese neuen Maßnahmen sollen zunächst bis zum 30. Juni gelten. Das sorgt jetzt allerdings für heftige Kritik. Der Grund: Die Bundesregierung orientiert sich bei ihrem Vorgehen in der Pandemie nach wie vor nur an dem Inzidenzwert - nach Meinung von Prof. Klaus Stöhr ein Fehler.

Der Virologe merkt an gegenüber der "Bild" an, dass auch die Belegung der Intensivstationen, die Sterberate, der R-Wert und die Auslastung des Gesundheitssystems eine wichtige Rolle spielen. Und auch die Teststrategie sieht er in diesem Zusammenhang als problematisch an.

 

Vielzahl an Schnelltests verzerren laut Experte Inzidenz

"Die vielen Schnelltests verzerren die offiziell angegebene 7-Tage-Inzidenz. Je mehr getestet wird, desto mehr wird die Inzidenz hinaufgetrieben", betont der Experte. Der Inzidenzwert steige derzeit immer weiter an, die Bedrohungslage ändere sich aber nicht.

Während Deutschland im Lockdown bleibt und nur wenige Bundesländer, darunter das Saarland und Schleswig-Holstein mehr Freiheiten erlaubt, werden in einigen Ländern Europas bereits Lockerungen geplant - trotz zum teil höherer Inzidenzen als in Deutschland.

 

So lockern die Länder in Europa

In Dänemark wurde ein Fahrplan für Lockerunge ausgearbeitet, seit Mittwoch sind beispielsweise die Einkaufszentren und die Gastronomie wieder geöffnet. In Österreich liegt die Inzidenz landesweit zwar noch bei bei fast 180, doch erste Öffnungsschritte im Tourismus, der Gastronomie, der Kultur und dem Sport sollen im Mai umgesetzt werden.

Und auch Frankreich, wo die Inzidenz mit über 300 sehr hoch ist, gibt es konkrete Pläne. Die Wiedereröffnung der Geschäfte, einiger Kultureinrichtungen und Außenbereiche der Restaurants werden für Mitte Mai angestrebt. Ähnliche Öffnungsschritte sind auch in Italien vorgesehen, wo die Infektionszahlen zuletzt allerdings zurückgegangen sind.

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