ImpfschutzItalien führt gesetzliche Impfpflicht für Kinder ein

Italien führt eine gesetzliche Impfplicht ein
Italien führt eine gesetzliche Impfplicht ein
Foto: Istock

In Italien wurde jetzt ein Gesetz über eine Pflichtimpfung für Kinder verabschiedet. Kinder, die nicht geimpft sind, werden nicht mehr in Kitas und Schulen angenommen.

Ein hartes Durchgreifen der italienischen Regierung wird vielen Impfgegnern in Deutschland die Sprache verschlagen. Denn während hier in Deutschland Impfen immer noch freiwillig ist, gibt es in Italien jetzt ein Gesetz zur Pflichtimpfung.

Dabei handelt es sich um insgesamt 12 Impfungen. Darunter: 

  • Masern
  • Hirnhautentzündung
  • Tetanus
  • Kinderlähmung
  • Mumps
  • Keuchhusten
  • Windpocken

Wer sich nicht an die Impfplicht hält, hat künftig schlechte Karten, wenn es darum geht, das Kind in einer Krippe, Kita oder Vorschule anzumelden. Denn hier werden die Impfungen bei allen Kindern überprüft. "Die Eltern schulpflichtiger Kinder ab sechs Jahren, die nicht geimpft sind, müssen hohe Bußgelder zahlen", schreibt das Deutsche Ärzteblatt.

Vor allem eine hohe Zahl an Masernerkrankungen, die sich in Italien ausgebreitet hatte, veranlasste die italienische Regierung dazu das Gesetz so schnell wie möglich zu verabschieden.

In Deutschland besteht keine Impfpflicht. Dennoch ist diese immer wieder im Gespräch. Denn auch hier steigen die Zahlen von Masern oder Keuchhusten, weil viele Eltern ihre Kinder nicht mehr impfen lassen. Das kann in einzelnen Fällen sogar tödlich enden.

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