Schwere Vernachlässigung Japan: Eltern spielen mit Handy - bis ihr Baby stirbt

In Japan hat ein Paar sich so sehr von Handyspielen ablenken lassen, dass sie ihr Baby vergaßen. Das Kind verstarb und die Eltern wurden nun verurteilt.

Immer wieder liest man von Eltern, die ihre Kinder vernachlässigen und verhungern lassen. In einem Fall ging die Mutter lieber nächtelang tanzen, in einem anderen waren Computerspiele wichtiger als die eigenen Kinder.

Ähnlich war es auch in einem Fall, der zurzeit die Menschen in Japan beschäftigt. In der japanischen Präfektur Saitama wurden am Freitag die erst 25-jährigen Eltern eines Kindes wegen besonders schwerer Vernachlässigung verurteilt. Die Eltern spielten mit ihren Handys, während sie ihr erst 13 Monate altes Baby verhungern ließen, wie Japans öffentlich-rechtlicher Sender NHK berichtete.

 

Handys wichtiger als eigenes Kind

Der Vorfall ereignete sich bereits im Oktober 2017. Das Ehepaar nahm seine elterlichen Pflichten weniger ernst und beschäftigte sich über Wochen mit Handy- und anderen Onlinespielen. Bis das Kind das Bewusstsein verlor. „Da sich der Säugling nicht allein ernähren kann und auf die Hilfe der Eltern angewiesen ist, hat er etwa einen Monat lang nicht mal die notwendige Menge Milch erhalten“, heißt es in der Anklageschrift.

Zum damaligen Zeitpunkt wog der Säugling nur noch 3,8 Kilogramm. Das ist ein Gewicht, das weit unter dem Durchschnitt Gleichaltriger liegt. Die Todesursache ließ sich leicht auf eine Mangelernährung zurückführen.

 

Eltern schuldig der schweren Vernachlässigung 

Das Amtsgericht von Saitama verurteilte das Paar zu einer Freiheitsstrafe von jeweils sechs Jahren. „Obwohl die Eltern gesehen haben, dass das Kind abgemagert ist, haben sie sich mit Handyspielen beschäftigt, statt sich um das Kind zu kümmern und es untersuchen zu lassen. Das zeugt von Mutwilligkeit“, erklärte der Richter zum Abschluss der Verhandlung.

Der kleine Junge war das dritte Kind des Paares. Was mit den anderen beiden Kindern passieren wird, ist noch unklar.

Weiterlesen:

Kategorien: