Corona-PandemieJens Spahn: Darum wird es keinen zweiten Lockdown geben!

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich deutlich zu einem möglichen zweiten Lockdown in der Corona-Krise geäußert.

Seit einigen Wochen steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen durch Reiserückkehrer und private Feiern wieder deutlich an. Zwischenzeitlich wurden deshalb sogar über 2000 neue Fälle innerhalb eines Tages gemeldet. Weil die Politiker nun vor einer zweiten Welle warnen, fürchten nun viele, dass es erneut zu einem Lockdown kommen könnte.

 

Jens Spahn: Lockdown im März sei zu drastisch ausgefallen

Doch diesen Befürchtungen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nun mit deutlichen Worten zurückgewiesen: Einen ähnlichen Lockdown wie im März und April wird es in Deutschland in Zukunft nicht mehr geben. "Man würde mit dem Wissen heute, das kann ich Ihnen sagen, keine Friseure mehr schließen und keinen Einzelhandel mehr schließen. Das wird nicht noch mal passieren. Wir werden nicht noch mal Besuchsverbote brauchen in den Pflegeeinrichtungen", erklärte der Politiker laut der "Bild"-Zeitung bei einem Auftritt in Bottrop.

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Nach den Schließungen habe man mit der Maskenpflicht jetzt eine bessere Möglichkeit gefunden, um die Menschen vor der Verbreitung des Coronavirus zu schützen. Der Lockdown im März sei im Nachhinein zu drastisch ausgefallen, gesteht Jens Spahn. Gleichzeitig betonte er, dass in der Corona-Pandemie immer abgewägt werden müsse.

 

Jens Spahn: Neuer Lockdown durch Maskenpflicht nicht nötig

"Was wir miteinander jeden Tag aus verhandeln in der Gesellschaft ist die richtige Balance zwischen Gesundheitsschutz, Infektionsschutz, Sicherheit und Alltag und Freiheit", so der 40-Jährige. Hygienemaßnahmen und Abstandsregeln müssten weiterhin eingehalten werden, ebenso wie die Maskenpflicht, im Vergleich zu anderen Maßnahmen "eigentlich eine ziemlich milde Maßnahme", so Spahn.

Deutliche Worte des Bundesgesundheitsministers, der zuletzt von Maskenverweigerern heftig kritisiert worden war. Kurz nach der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen in Berlin wurde der CDU-Politiker bei einem Auftritt in Bergisch Gladbach von Protestlern wüst beschimpft und angespuckt. Diskussionen über die Maßnahmen in der Corona-Krise müssten möglich sein, so Jens Spahn nach dem Vorfall gegenüber der "Rheinischen Post". "Sie funktionieren aber nur, wenn beide Seiten bereit sind, zuzuhören. Aber wenn geschrien, gespuckt und gepöbelt wird, geht‘s halt leider nicht."

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