#WasFürnSpahnJens Spahn: Frauen starten Petition gegen seine Abtreibungsstudie

Jens Spahn hat es wieder getan. Erneut hat unser Gesundheitsminister gezeigt, was er von Frauen hält – offensichtlich nicht viel. Eine Studie für fünf Millionen Euro soll beweisen, dass Abtreibungen bei Frauen psychische Erkrankungen verursachen können. Frauen haben eine Petition gegen die Studie gestartet.

 

Inhalt
  1. Folgen von Abtreibungen: Neue Studie ist unnötig
  2. Jens Spahn nimmt Frauen nicht ernst
  3. „Fünf Millionen für Hilfe statt Hass.“

Jens Spahn ist sicher zu wissen, was Frauen wollen und was gut für sie ist. Um das aller Welt zu beweisen, möchte er fünf Millionen Euro in eine Studie investieren, die die psychischen Folgen und emotionalen Spätschäden von Abtreibungen bei Frauen untersucht. Er ist sich nämlich sicher, die MUSS es geben. Tatsächlich hat das Bundeskabinett dieser Idee bereits zugestimmt und die Kosten bewilligt. Und im ganzen Land fragen sich Frauen, wie das im Jahr 2019 möglich sein kann.

Seit Jahren demonstrieren Frauen für die Abschaffung der Paragraphen 218 und 219a, die die Regelung von Abtreibungen betreffen. Für Jens Spahn ist das kein Grund zur Veränderung, im Gegenteil: Unermüdlich forscht er nach Argumenten, um die Abtreibungsparagraphen für immer im Gesetz zu verankern.

 

Folgen von Abtreibungen: Neue Studie ist unnötig

Jens Spahn möchte, dass eine neue Studie die psychischen Folgen von Abtreibungen untersucht. Soll sie etwas anderes zeigen, als die etlichen Studien in den vergangenen 25 Jahren? Es käme ihm gelegen, denn wenn Frauen von ihren Abtreibungen berichten und trotzdem heute ein erfülltes Leben führen, passt das nicht zu seinen Lieblingsparagraphen. Es kann unmöglich sein, dass Frauen eigene Entscheidungen über ihren Körper treffen und dies dann keine negativen Konsequenzen für sie hat, wo kämen wir denn da hin?!

 

Jens Spahn nimmt Frauen nicht ernst

In Zeiten von Lügenpresse und Fakenews hat sich Herr Spahn dazu entschieden, dass es nicht sein kann, dass eine Frau weiß, was sie tut. Wieso maßt ein Mann sich an, beurteilen zu können, wie es ist, eine (ungewollte) Schwangerschaft zu erleben? Dass ausgerechnet Jens Spahn glaubt, in der Position zu sein, Frauen zu unterstellen, sie würden vergessen, dass es bei einer Schwangerschaft und einer Abtreibung um menschliches Leben geht, ist absurd. Natürlich hinterlässt eine Abtreibung immer auch eine emotionale Wunde. Genau darum ist sie keine einfache Entscheidung. Es wird vor allem Jens Spahn überraschen, aber wir Frauen machen das nicht einfach so zum Spaß. Aber was soll man erwarten von einem Mann, der glaubt, dass Frauen „die Pille danach“ einwerfen wie Smarties. Frauen sind naiv und nicht in der Lage ohne Mann durchs Leben zu gehen. Daher können wir von Glück reden, dass wir ihn haben – Jens Spahn – unseren Retter.

 

„Fünf Millionen für Hilfe statt Hass.“

Warum entscheidet ein Mann mit so wenig Empathie als Gesundheitsminister über Frauengesundheit? Und haben wir Frauen ein Mitspracherecht? JA! Das ist jetzt gefragt. Frauen in ganz Deutschland stellen sich aktiv gegen unseren Gesundheitsminister. Bloggerin Nike van Dinther, die vor zwei Jahren öffentlich über ihre Abtreibung berichtete, hat zudem eine Petition gestartet. Sie will die Studie verhindern und das Geld für etwas Sinnvolleres einsetzen. Das Motto der Aktion bringt es auf den Punkt: „Fünf Millionen für Hilfe statt Hass.“

Hier geht es zur Petition.

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