PandemieJens Spahn: Schlechte Neuigkeiten zum Corona-Impfstoff

Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, brauchen wir einen Impfstoff gegen COVID-19. Jens Spahn hat dazu düstere Aussichten.

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Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus läuft weltweit. Deutschland will sich an einem Milliardenpaket für die Forschung beteiligen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) machte in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" jedoch keine allzu großen Hoffnungen auf einen schnell entwickelten Impfstoff.

 

Impfstoff: Jens Spahn zerschlägt Hoffnungen

Spahn sagt, es gebe bereits vielversprechende Ansätze. Jedoch sei die Entwicklung von Impfstoffen "das Herausfordernste, mit das Schwierigste, das es gibt in der Medizin". Angaben zu einem Zeitraum, in dem wir mit einem Mittel gegen COVID-19 rechnen können, wollte der Politiker nicht machen.

Er freue sich, wenn wir in einigen Monaten Erfolg hätten - gab aber auch zu bedenken: "Es kann auch Jahre dauern, weil es natürlich auch Rückschläge geben kann, das haben wir bei anderen Impfstoffen gesehen."

Jahre? Das würde bedeuten, dass wir alle in dieser neuen Normalität noch eine sehr lange Zeit weiterleben müssten. 

Jens Spahn: Schlechte Neuigkeiten zum Corona-Impstoff
Jens Spahn hofft auf einen schnellen Impfstoff gegen COVID-19 - im schlimmsten Fall könne es aber noch Jahre dauern.
Foto: Clemens Bilan-Pool/Getty Images
 

Mehrere Tests notwendig

Damit ein Impfstoff zugelassen wird, muss er mehrere Testverfahren durchlaufen. In der Regel dauert das acht bis 17 Jahre. Doch im Fall der Corona-Pandemie setzen Forscher auf kürzere Testphasen. Dazu prüfe man laut Spahn, ob Genehmigungsverfahren schneller durchlaufen werden könnten.

Jens Spahn hatte in der Sendung aber auch positive Neuigkeiten: Die Reproduktionszahl liege schon seit drei Wochen unter 1,0. Das heißt, ein Infizierter steckt weniger als einen Menschen an. Das sei "ein gutes Zeichen" und "unsere gemeinsame Leistung in Deutschland".

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