BrustkrebsJugendlicher entwickelt BH zur Früherkennung von Brustkrebs

Ein BH soll die Früherkennung von Brustkrebs erleichtern
Ein BH soll die Früherkennung von Brustkrebs erleichtern
Foto: Istock

Als Julián Ríos Cantú erfährt, dass seine Mutter Brustkrebs hat, geht für ihn die Welt unter. Aber er fasst ein Ziel: Anderen Frauen zu helfen.

Julián ist fast noch ein Kind als er mit der Diagnose seiner Mutter konfrontiert wird. Sie hat Brustkrebs. Ob sie überleben wird, ist ungewiss. Der junge Mexikaner muss sich darauf vorbereiten, dass seine Mutter sterben könnte.

Brustkrebs kann in der Regel gut behandelt werden, solange er früh genug erkannt wird. Vorsorgeuntersuchungen und die damit verbundene Früherkennung sind besonders wichtig. So auch im Fall von Juliáns Mutter. Auch bei ihr wurde der Krebs viel zu spät entdeckt - wie so oft in Ländern mit schlechter gesundheitlicher Versorgung. Beide Brüste müssen abgenommen werden. Doch sie überlebt.

Julián ist nicht nur unendlich glücklich, sondern er möchte auch etwas zurückgeben. Und überlegt sich, was er für andere Frauen tun kann, damit sie auch ohne gute gesundheitliche Versorgung etwas für die Krebs-Früherkennung tun können.

Er beginnt sich über die Krankheit zu informieren, wälzt Bücher und liest stundenlang im Internet. Mit 17 gründet er seine eigene Firma und entwickelt einen BH mit rund 200 eingebauten Sensoren. Mit diesen werden Daten erhoben, die Veränderungen der Brüste analysieren und an einen Computer weitergeben.

Das Prinzip ist ganz einfach: Tumore sorgen dafür, dass die Brust besser durchblutet ist und das führt zu einer höheren Temperatur in der Brust. Diese misst der der BH und gibt die Daten an eine App weiter. Diese alarmiert die Userin im Falle einer Veränderung. Dafür muss die Anwenderin den BH auch nur 60-90 Minuten pro Woche tragen.

Bislang gibt es nur einen Prototyp, der noch durch eine längere Studie bestätigt werden muss. Doch Julián ist definitiv auf einem guten Weg. Und das finden nicht nur wir, sondern auch der mexikanische Präsident, der den inzwischen 18-Jährigen für sein Engagement gelobt hat.

 
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