Familie Ritter aus KöthenKarin Ritter bei stern TV: Bringt die Mutter ihren eigenen Sohn ins Gefängnis?

Gewalt und Rechtsextremismus prägen die Berichte über Familie Ritter, die stern TV seit Jahren begleitet. Nun bittet Karin Ritter selbst um Hilfe: Warum will die Mutter ihren eigenen Sohn ins Gefängnis bringen?

Seit über 20 Jahren ist Familie Ritter aus Köthen immer wieder Thema bei stern TV. Solange begleitet der Sender Karin Ritter, ihre Kinder und mittlerweile auch Enkelkinder. In der gestrigen Folge bekam man erneut Einblicke in das Leben der Familie, die für Hitler-Grüße, Alkoholprobleme und Gewaltausbrüche bekannt ist.

Der Unterschied: Diesmal war es Familienoberhaupt Karin Ritter selbst, die Hilfe beim Sender suchte. Die 64-Jährige habe Angst vor ihren eigenen Kindern, wie sie ihr Anliegen beschrieb. Daraufhin machte sich ein Fernsehteam erneut auf den Weg in die Obdachlosenwohnung der Familie in Sachsen-Anhalt, um sich einen Eindruck über den Ernst der Lage zu verschaffen.

 

Karin Ritter ruft um Hilfe

Was in der stern-TV-Folge vom 13.06.18 gezeigt wurde, ist erschreckend. Schon vor Dreh kündigte die Mutter an, sie und ihre Enkelin würden sich nicht mehr aus dem Haus trauen. Der Grund: Sie hätte Angst vor ihrer eigenen Familie. Karins Söhne Norman und Christopher seien meist betrunken und dabei aggressiv. Daraufhin sei die Situation bereits mehrfach eskaliert. Ein Mann wurde mit einer Flasche niedergeschlagen, auch Karin und ihre 18-jährige Enkelin sollen mehrfach misshandelt worden sein.

Der 33-Jährige Norman ist eigentlich schwer krank. Ebenso wie sein Bruder René leidet er an einer Leberzirrhose, hervorgerufen durch jahrelangen Alkoholmissbrauch. Doch das scheint den Mann nicht aufzuhalten. Bereits als das stern-TV-Team die Unterkunft betritt, stößt es auf die offensichtlich alkoholisierten Brüder, die sich wenig begeistert zeigen. Beschimpfungen ersetzen Begrüßungen.

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Familie Ritter zerbricht: Wenn eine Mutter ihre eigenen Söhne anzeigt

Die einst so taffe Karin Ritter selbst hat seit Tagen das Haus nicht verlassen. Es folgen Aufzählungen von zerstörten Handy, Gewalt, eingeschlagenen Fenstern. Seit April 2018 soll es laut Angaben der Polizei zu 31 Einsätzen in der Obdachlosenwohnung gekommen sein. Nun hat Karin Ritter selbst Anzeige gegen ihre eigenen Söhne erstattet. „Christopher wollte mich aus dem Fenster schmeißen“, berichtet die Frau vor laufender Kamera. Grund wären Differenzen mit den Partnerinnen der Söhne.

Dann folgt ein Schnitt. Zu sehen ist ein kleiner Junge, der auf der Straße spielt. In seiner Hand eine Axt. Mit der hatte er zuvor eine Tür zerschlagen. Statt reuevoll grinst er begeistert in die Kamera: „Ja, das sieht schlimm aus. Ich geh nachher nochmal nach oben und hau alles kaputt“, sagt das Kind und lacht.

Mittlerweile sind alle Familienmitglieder straffällig geworden. 20 Jahre später müssen sich die Söhne nun erneut wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Morddrohungen verantworten. Was aus der Anzeige wird und ob erneut Familienmitglieder im Gefängnis landen, ist derzeit noch unklar. Fest steht: Karin Ritter will weg von ihren Söhnen. Sie sucht eine Wohnung mit ihrer Enkelin.

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