StellenabbauKaufhof-Fusion mit Karstadt: Bis zu 5000 Mitarbeiter verlieren ihre Jobs

Der gebeutelte Warenhauskonzern Galeria Kaufhof wird sich im Zuge der Fusion mit Karstadt einem Sanierungsprogramm unterziehen müssen. Die Folge: 2600 Stellen werden abgebaut und bis zu 5000 Mitarbeiter könnten entlassen werden.

Ende November 2018 hatte Galeria Kaufhof mit dem Konkurrenten Karstadt fusioniert. Jetzt gab das Unternehmen bekannt im Zuge eines umfangreichen Sanierungsprogramms 2600 Stellen abzubauen. Das betrifft jede fünfte Stelle. Da so viele Mitarbeiter in Teilzeit angestellt sind jetzt die Jobs von 4000 bis 5000 Mitarbeitern bedroht. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. Es sollen etwa 1000 Vollzeitstellen auf der Führungsebene und in der Verwaltung wegfallen sowie weitere 1600 Vollzeitstellen in den Filialen.

 

Stellenabbau: "Kaufhof ist nicht überlebensfähig"

Bei einem Treffen der Führungskräfte in Essen sagte der Chef des Gemeinschaftsunternehmens, Stephan Fanderl, laut SZ-Informationen: "In seinem derzeitigen Zustand ist Galeria Kaufhof langfristig nicht überlebensfähig." Um Kaufhof zu retten seien Investitionen in dreifacher Millionenhöhe notwendig. Das Unternehmen stehe deutlich schlechter da, als Karstadt: Das schrieb zuletzt kleine, aber dafür schwarze Zahlen.

Neben des Stellenabbaus will Kaufhof aus dem Tarifvertrag aussteigen und sich nach eigenen Tarifen richten. Immerhin: Filialschließungen seien nicht geplant. Jedoch soll sich der Hauptfirmensitz von Kaufhof von Köln nach Essen verlagern. Dort werden die wichtigsten Verwaltungsstrukturen gebündelt. In Köln soll der Fokus auf Digitalisierung und E-Commerce sowie auf Gastronomie- und Lebensmittelgeschäft liegen.

Von dem Zusammenschluss der Konkurrenz-Unternehmen, erhofften sich Karstadt und Kaufhof wieder wettbewerbsfähiger zu sein. Im Zeitalter des Online-Shoppings und durch etwa Amazon und Zalando ist die Konkurrenz zu stark. Das Weihnachtsgeschäft 2018 seit zudem laut SZ enttäuschend gewesen. 

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