UmweltschutzKenias knallhartes Umweltgesetz: Wegen Plastiktüten in den Knast!

Kenia setzt als erstes Land ein radikales Verbot von Plastiktüten durch. Die bunten Tüten waren jahrelang ein fester Bestandteil des Landschaftsbildes Kenias. In den Slums dienten sie sogar als Toilettenersatz – doch das war einmal. In den letzten Monaten hat sich das drastisch verändert.

Das Land an der afrikanischen Ostküste sagt dem Plastikmüll und der großen Umweltverschmutzung den Kampf an, und zwar mit dem strengsten Gesetz der Welt. Plastiktüten sind komplett verboten, von der Herstellung über die Einfuhr und den Verkauf bis hin zur einfachen Verwendung. Wer trotz Verbot mit einer Plastiktüte erwischt wird, muss bis zu 32.000 Euro Strafe zahlen oder kann bis zu vier Jahre ins Gefängnis kommen.

Das Gesetz greift bereits seit Ende August 2017. Zuvor wurden pro Jahr ungefähr 100 Millionen Tüten in Umlauf gebracht. Es gab sie an jeder Ecke und in jedem kleinen Laden. Doch in den letzten Monaten ist viel passiert und die strenge Reform schlägt sich im Landschaftsbild wieder: Es findet sich weniger Müll auf den Straßen und in den Flüssen. Es sieht wieder sauberer aus.

Das Gesetz hat aber noch mehr erreicht: Die Wahrnehmung der ca. 50 Millionen Kenianer hat sich stark verändert. Sie sehen die Veränderung, die der Verzicht mit sich bringt und bekommen ein Bewusstsein für die Vermüllung ihres Landes. Kenia geht mit gutem Beispiel voran, doch das Plastiktütenverbot ist erst der Anfang – es ist noch sehr viel mehr geplant.

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