Amoklauf an SchuleKentucky-Attentat: Schülerin Bailey Holt rief ihre Mutter an, als sie im Sterben lag

Am 23. Januar erschoss ein 15-jähriger Schüler an der Marshall County High School zwei Menschen. Darunter die gleichaltrige Bailey Holt, die tödlich getroffen wurde. Kurz bevor sie starb, rief sie noch ihre Mutter an.

Wieder ein Attenat an einer amerikanischen Schule. Und wieder ist die Tatwaffe eine Pistole. Das Jahr 2018 ist am 23. Januar gerade mal 23 Tage alt - und die USA zählen schon elf (!) Schießereien an amerikanischen Schule und 50 in nur einem Schuljahr. Einige Menschen davon hatten Glück. Sie überlebten die Attentate. Doch die Schülerin Bailey Holt zählt zu den Opfern, die durch einen Amoklauf getötet wurden. 

Ein 15-Jähriger stürmte an jenem Morgen die Marshall County High School in der Kleinstadt Benton im US-Bundesstaat Kentucky und schießt um sich. Hunderte Teenager rennen um ihr Leben. 18 Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen 14 und 18 Jahren verletzt der Täter dabei schwer. Preston Ryan Cope und Bailey Nicole Holt überleben nicht.

Kentucky-Attentat: Schülerin Bailey Holt rief ihre Mutter an, als sie im Sterben lagFacebook/BaileyHolt

 

Bailey Holt rief ihre Mutter an - dann starb sie

Nun äußerte sich ihre Mutter Secret Holt gegenüber dem TV-Sender WKRN: "Ich versuchte sie anzurufen, aber sie ging nicht an ihr Handy. Das sieht ihr nicht ähnlich." Dann klingelt Secrets Telefon - Bailey ist am anderen Ende. "Ich konnte nur Stimmen und Chaos hören. Bailey konnte nichts sagen und ich wiederholte ihren Namen immer und immer wieder. Aber sie reagierte nicht." Das Mädchen lag bereits im Sterben, es war ihr letzter Anruf. 

Secret und Jasen Holt fuhren sofort zur Schule. Dort erfuhren sie, dass ihre Tochter unter den Opfern ist. "Sie war so ein großzügiger und lieber Mensch. Immer hilfsbereit. Ihr Lächeln erstrahlte jeden Raum", erzählte Secret in dem Interview unter Tränen. "Es ist unfassbar, dass ein Mensch in einem Bruchteil von Sekunden zwei Leben auslöschen und so viele andere verletzen kann." 

Der 15-Jährige Täter konnte von der Polizei gefasst werden. Er soll nach Erwachsenen-Strafrecht verurteilt werden.

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