GesundheitKinder impfen: ja oder nein?

Sollen Kinder geimpft werden? Ja oder nein? Viele Eltern sind verunsichert. Doch die Medizin liefert eindeutige Antworten. Fakten und Hintergründe. 

Inhalt
  1. Impfgegner: nicht so viele, wie man denkt
  2. Impfen ja oder nein: die verheerende Wirkung einer Studie
  3. Der Mythos von harmlosen Kinderkrankheiten
  4. Fakten zu Masern: hohes Risiko für Hirnschäden und Tod
  5. Wenn Erwachsene Kinderkrankheiten bekommen
  6. Mehrfachimpfstoffe: Kinder können das vertragen

 

Impfgegner: nicht so viele, wie man denkt

Impfgegner schreien scheinbar lauter. Denn konsequent halten sich Gerüchte im Netz und in Gesprächen, die besagen, dass geimpfte Kinder häufiger krank sind. Von Langzeitfolgen und einem erhöhten Autismus-Risiko ist die Rede.

Tatsächlich seien es aber nur wenige Prozent der Eltern, die ihre Kinder tatsächlich aus Überzeugung nicht impfen lassen, so Experten. Anders als zum Beispiel in Italien besteht bei uns keine Impfpflicht

Laut einer bundesweiten Schuleingangsuntersuchung 2013 sind mehr als 90 Prozent aller Neuschüler gegen die wichtigen Krankheiten wie Tetanus, Diphterie und Masern geimpft.

 

Impfen ja oder nein: die verheerende Wirkung einer Studie

1998 veröffentlichte der Brite Andrew Wakefield eine Studie, die besagte, dass eine Impfung gegen Masern, Mumps und Röteln Autismus auslösen könnte. Diese These ist schon lange widerlegt, und der Studien Autor musste seine Studie aus der Wissenschaftspublikation "The Lancet" zurückziehen. Dennoch taucht dieses Anti-Impf-These immer wieder auf.

Inzwischen wurde dem Arzt sogar die Zulassung entzogen. Aber auch das hilft nicht: Das Autismus-Gerücht hält sich hartnäckig.

 

Der Mythos von harmlosen Kinderkrankheiten

Sätze wie „Früher haben auch alle die normalen Kinderkrankheiten durchgemacht" oder  "Kinderkrankheiten machen die Kinder stärker" werden häufig als Argumente der Impfgegner angebracht. Fakt ist: Kinderkrankheiten können tödlich verlaufen und bleibende Schäden hinterlassen.

 

Fakten zu Masern: hohes Risiko für Hirnschäden und Tod

Etwa bei einem von 1.000 Kindern, die an Masern erkranken, entwickelt sich eine Entzündung des Gehirns, die häufig zu bleibenden Hirnschäden führt und tödlich verläuft. In etwa einem von einer Million Fällen tritt eine solche Enzephalitis auch nach der Impfung auf – ein Risiko, das tausend Mal geringer ist als bei der Erkrankung selbst. 

 

Wenn Erwachsene Kinderkrankheiten bekommen

Selbst wenn die Kleinen ihre Kindheit unbeschadet überstehen, drohen gesundheitliche Komplikationen im höheren Alter. Erkrankt ein erwachsener Mann an Mumps, kann er zeugungsunfähig werden. Eine Rötelninfektion bei einer schwangeren Frau kann bei dem ungeborenen Kind zu schweren Schädigungen führen.

Steckt sich ein Erwachsener mit Keuchhusten an, drohen heftigere Komplikationen als bei Kindern. Lungenentzündung und Hirnhautentzündung können eine Folge davon sein.

 

Mehrfachimpfstoffe: Kinder können das vertragen

Impf-Kritiker behaupten häufig, dass Mehrfachimpfstoffe zu belastend für ein kindliches Immunsystem seien. Die Ständige Impfkommission (STIKO) sieht das anders.

Sie empfiehlt diese Kombi-Wirkstoffe. Denn im Alltag ist der Organismus von Kindern viel mehr Erregern ausgesetzt als bei einer modernen Mehrfachimpfung.

Darüber hinaus enthalten moderne Kombinationsimpfstoffe viel weniger Bestandteile des Erregers oder Antigene als ältere Impfstoffe, die gegen weniger Erkrankungen wirkten. 

 

***

Schon während der Geburt passieren manchmal verrückte Dinge. Was genau, zeigt dieses Video.

 

Willst du aktuelle News von Wunderweib auf dein Handy bekommen? Dann trag' dich schnell in unserem WhatsApp-Newsletter ein!

 

Kategorien: