ErziehungstippsKinder richtig kritisieren und loben - so geht's!

Wie kritisiert oder lobt man sein Kind richtig? Die richtige Art der Kommunikation vermittelt Kindern die benötigte Rückmeldung.

Viele Kinder neigen dazu, ihre Kinder vorschnell oder übertrieben zu loben. Dabei gilt es, beim Lob einige Regeln zu beachten, um das Selbstvertrauen des Kindes ehrlich und angemessen zu stärken.

 

Wie du dein Kind richtig lobst

  • Lob sollte immer ehrlich sein. Das Kind zieht falsche Rückschlüsse, wenn es für etwas gelobt wird, das es gar nicht besonders gut kann. Für die Entwicklung eines gesunden Selbstvertrauens, ist das Kind auf ein ehrliches Feedback der Eltern angewiesen.
  • Kinder überschätzen ihre Leistungen naturgemäß. Das ist - Experten zufolge - nützlich und sinnvoll, da Kinder auf diese Weise nicht so leicht aufgeben und sich viel zutrauen. Diesen Optimismus und den Glauben an sich, sollten Eltern bestärken und fördern.
  • Das Lob sollte möglichst detailliert sein. Statt einem allgemein gehaltenen "Das Bild, das du gemalt hast, ist schön", sollten sie etwas Konkretes und für das Kind Greifbares herauspicken, z.B. "Das Pferd auf dem Bild hast du sehr schön gemalt."
  • Gelobt werden sollten vielmehr die Prozesse, statt die Ergebnisse. Beispiel: Das Kind trainiert für einen Wettlauf, läuft im Wettkampf aber nur mittelmäßig gut. Experten raten Eltern dazu, in solchen Fällen dementsprechend so zu reagieren: "Ich verstehe, dass du traurig bist, nicht gewonnen zu haben. Ich finde es aber gut, dass du so hart und ausdauernd trainiert hast."
  • Beim Lob sollten Eltern die Meinung des Kindes ernst nehmen. Findet das Kind sein gemaltes Bild selbst nicht schön, sollten Eltern nicht versuchen, das Kind vom Gegenteil zu überzeugen (vor allem, wenn das Bild tatsächlich nicht gelungen ist). Stattdessen können Eltern mit ernsthaftem Interesse Fragen stellen ("Was genau an dem Bild gefällt dir nicht?") und Verständnis für die Meinung des Kindes aufbauen ("So wie du das begründest, verstehe ich, dass dir das Bild nicht gefällt.") und es zu besseren Leistungen ermutigen 8"Jetzt wo du weißt, was du verbessern kannst, kannst du es in die Tat umsetzen und nochmal versuchen.").
 

Wie du dein Kind richtig kritisierst

  • Statt mit dem Kind von oben herab zu schimpfen, sollten Eltern mit ihren Kindern auf Augenhöhe ein Problem ansprechen.
  • Beim kritisieren nehmen Kinder vor allem den Klang der Stimme wahr. Sprechen die Eltern sanft, vermitteln sie ihrem Kind Empathie, Mitgefühl. Sprechen sie dagegen laut, signalisieren sie Wut.
  • Bei Kritik an Kindern gilt dieselbe Regel wie bei der Kritik Erwachsener: Es sollte die ganze Zeit klar ersichtlich sein, dass nicht das Kind kritisiert wird, sondern bloß die Sache. Beispiel: Schreibt ein Kind eine schlechte Note, sollte es nicht das Gefühl bekommen, dass die Eltern von ihm persönlich enttäuscht wären.

Willst du aktuelle News von Wunderweib auf dein Handy bekommen? Dann trag' dich schnell in unserem WhatsApp-Newsletter ein!

Mehr zum Thema Kindererziehung:

>> 5 neue Ratschläge, die Mütter ihren Kindern geben sollten

>> Durchhalteverögen erlernen: So wird dein Kind hartnäckig und erfolgreich

>> 6 Dinge, die wir von dänischen Eltern lernen können

>> 10 wichtige Lebenslektionen an alle Eltern

>> Diese 5 Regeln braucht jedes Kind

>> 11 Dinge, die dein Kind dir nie verzeihen wird

>> 5 Kindheitserfahrungen, die dich als Erwachsener noch prägen

>> 11 Dinge, die Eltern mit ihren Kindern unternehmen sollten

>> 6 Gesetze, die alle Mütter kennen sollten

>> 5 wichtige Werte, die Eltern ihren Kindern beibringen sollten

>> Die 5 häufigsten Erziehungsfehler, die "gut gemeint" sind, aber Kindern schaden

>> 10 schlechte Gewohnheiten von Kindern, die in Wirklichkeit gut sind!

 

(ww7)

Kategorien: