GesundheitKinder von Rauchern sterben häufiger an Lungenerkrankung

Passivrauchen ist gefährlich. Besonders für Kinder. Anhand einer Studie konnte nun festgestellt werden, dass Kinder von Rauchern ein höheres Risiko haben, an einer chronischen Lungenerkrankung zu sterben.

Durch die Analyse einer prospektiven Kohortenstudien in American Journal of Preventive Medicine wurde festgestellt, dass Kinder von rauchenden Eltern durch das Passivrauchen im Erwachsenenalter ein höheres Risiko haben, an einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) zu sterben. Die Atemwege der Kinder reagieren besonders anfällig auf Luftschadstoffen. Tabakrauch gehört in erster Linie dazu. Frühere Untersuchungen haben bereits gezeigt, so schreibt das „Ärzteblatt“, dass Passivrauchen im Kindesalter die Entwicklung von Asthma fördert. Außerdem erhöht sich das Risiko von Atemwegsinfektionen sowie die Schädigung der Lungenfunktion und Lungenwachstum.

Die Forscher der prospektiven Kohortenstudie haben ihre Untersuchungen 22 Jahre lang durchgeführt. 78.000 Erwachsene wurden begleitet und regelmäßigen Gesundheitschecks unterzogen. Die meisten von ihnen kamen in den 1920er und 30er Jahren zur Welt. Sie wuchsen also in einer Zeit auf, in der man sich noch nicht mit den Risiken des Rauchens oder des Passivrauchens beschäftigt hat.

Bis 2014 waren 25.899 Teilnehmer der Studie verstorben. In 99 Prozent der Fälle, konnte die Todesursache festgestellt werden. Kinder von rauchenden Eltern hatten ein 21 Prozent höheres Risiko an COPD zu sterben. Das Risiko stieg mit der Dauer der Exposition. Nach Miteinbeziehung des Passivrauchens im Erwachsenenalter stieg das COPD-Sterberisiko auf 48 Prozent an.

Weiterlesen 

>>> „Sitzen ist das neue Rauchen“: Weniger Raucher, mehr Bewegungsmuffel

>>> Rauchen: So wirkt sich Nikotin auf Allergien aus

>>> Rauchverbot: In Paris ist das Rauchen in städtischen Parks untersagt

Kategorien: