Nachhaltigkeit Kinderkleidung mieten: Lohnt sich das eigentlich?

Mieten statt besitzen: Beim Carsharing funktioniert es wunderbar, doch wie sieht es mit Kinderkleidung aus? Wir haben Tchibo-Share, den Mietservice für nachhaltige Baby- und Kinderkleidung getestet. 

Inhalt
  1. Auswahl und Bestellung
  2. Bezahlung und Rückversand
  3. Mein Fazit

Der Konsum hat sich gewandelt, der Wunsch nach Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung wächst, sowie bei den Konsumenten als auch bei den Unternehmen. Tchibo greift mit seinem neuen Konzept Tchibo-Share diesen gesellschaftlichen Trend auf. Das Hamburger Unternehmen gehört eigenen Angaben zufolge bereits zum drittgrößten Anbieter von Bio-Baumwolle weltweit und ist Vorreiter im Bereich nachhaltige Textilproduktion. Alle Kleidungsstücke bei Tchibo-Share sind also nachhaltig hergestellt. Partner für die Umsetzung ist der bereits bestehende Leihservice Kilenda. 

Das Konzept ist einfach und klingt gut: Der Mietservice von Tchibo-Share soll Zeit, Geld und Platz sparen und für Abwechslung im Kleiderschrank sorgen. Klingt für mich als Mutter von 18 Monate alten Zwillingen super, schließlich wachsen meine Jungs gefühlt in Rekordzeit aus jeder Klamotte raus. Doch wie praktikabel ist der Mietservice im Alltag?

 

Auswahl und Bestellung

Jacken, Oberteile, Hosen, Bodys, Bettwäsche aber auch Regenkleidung und Schlafsäcke kann man mieten, auf den ersten Blick ist alles vorhanden. Ich entscheide mich für zwei Schlafanzüge, Bettwäsche, zwei Oberteile und zwei Hosen. Wähle die richtigen Größen aus, packe alles in den Warenkorb und melde mich an. Das alles geht super schnell und einfach.

Drei Tage später halte ich das liebevoll verpackte Paket mit einer persönlichen Nachricht des Tchibo-Share-Teams in den Händen. Die Klamotten sind nagelneu und ungetragen. Doch ein Problem gibt es auch hier, was viele Mütter kennen: Kleidungsstücke von verschiedenen Herstellern fallen immer anders aus. Die Schlafanzüge und zwei Oberteile sind noch viel zu groß. Hätte ich die Klamotten gekauft, würde ich sie zur Seite legen bis meine Jungs reinpassen, bei einem Mietservice macht das keinen Sinn.

Doch das ist kein Problem: Im Paket ist ein Retour-Paketschein. Was binnen 14 Tage ungetragen zurückgeschickt wird, wird auch nicht berechnet. Also bringen ich die Teile, die zu groß sind zur Post. Zwei Tage später erhalte ich eine nette E-Mail, dass die Sachen aus meinem virtuellen Kleiderschrank gelöscht wurden und in meiner Monatsrechnung nicht mehr auftauchen. 

Alle Kinderklamotten von Tchibo-Share sind nachhaltig produziert und aus Bio-Baumwolle. 
Foto: Tchibo
 

Bezahlung und Rückversand

Alle Klamotten haben eine Mindestmietdauer von einem Monat. Danach kann man entweder verlängern oder die Kleidung zurückschicken und sich neue Sachen aussuchen. Wenn ein Kleidungsstück besonders lieb gewonnen wurde, kann man es einfach so lange mieten, bis der UVP erreicht ist. Die Preise variieren. Im Schnitt kann man ein Kleidungsstück sechs Monate mieten, bis der UVP erreicht ist, danach gehört es einem eh und man muss es nicht mehr zurück schicken. 

Was passiert, wenn etwas kaputt geht?

Kinder toben und machen sich dreckig. Da kann auch mal ein Kleidungsstück kaputt gehen, auch das ist bei Tchibo-Share kein Problem. Die Produkte können einfach mit der nächsten Retoure zurückgeschickt werden, ohne dass Extrakosten entstehen. Geht ein Kleidungsstück jedoch verloren, muss es auch bezahlt werden. Sprich der Restbetrag, bis der UVP erreicht ist. 

 

Mein Fazit

Das Konzept hat mich überzeugt und auch ein bisschen zum Umdenken angeregt. Denn Nachhaltigkeit ist gut, für uns, für unsere Kinder und für die Kinder unserer Kinder! Mit ein paar Freundinnen, die entweder jüngere oder ältere Kinder haben, tausche ich jetzt viel öfter Kleidung.

Ein Manko hat das Konzept der Mietkleidung jedoch für mich: Die Sachen dürfen nicht gekennzeichnet werden, was gerade im Kita-Alltag nicht immer praktikabel ist. Damit die Klamotten in der Kita nicht verloren oder vertauscht werden, müssen sie mit Namen versehen werden. Und auch die Auswahl könnte ein wenig umfangreicher sein. 

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