Weil Kitas & Schulen zu bleibenKinderkrankengeld in der Corona-Pandemie: Wie Eltern es beantragen & worauf sie achten müssen

Der Lockdown geht in die Verlängerung, Kitas und Schulen sollen den ganzen Januar 2021 geschlossen bleiben. Berufstätige Eltern können jetzt Kinderkrankentage beantragen. Doch darauf müssen sie achten.

Homeoffice und Homeschooling gehen an die Substanz - das haben auch die Politiker erkannt und mit der Verlängerung des Lockdowns im Januar 2021 die Kinderkrankentage verdoppelt. Wegen der Corona-Pandemie werden die Kinderkrankentage pro Elternteil von 10 auf 20 Tage pro Jahr erhöht. Bedeutet, zusammen können Ehepaare 40 Krankentage nehmen. Für Alleinerziehende verdoppelt sich die Zahl der Tage ebenfalls von 20 auf 40.

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Damit nimmt sich die Politik dem Problem an, vor dem viele Eltern bereits im vergangenen Jahr standen, als sie wegen der Kita- und Schulschließung ihre Kinder zu Hause betreuen mussten, während sie gleichzeitig im Homeoffice gearbeitet haben. Für viele Familien wurde diese Doppelbelastung zur Zerreißprobe.

 

Worauf müssen Eltern beim Beantragen des Kinderkrankengeldes achten?

Die Kinderkrankentage wurden wegen der Corona-Pandemie bereits im vergangenen Jahr erhöht, die Regelung sollte allerdings auch nur für 2020 gelten. Nun haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten erneut aufgestockt und die geltende Regelung um ein weiteres Jahr verlängert.

Die Krankentage-Regelung gilt ausdrücklich nicht nur für den Fall, dass das eigene Kinder erkrankt, sondern ist auch dafür gedacht, wenn Kinder wegen Kita- und Schulschließungen zu Hause betreut werden müssen.

Das Kinderkrankengeld wird normalerweise von den gesetzlichen Krankenkassen gezahlt, es sei denn, man hat laut Arbeitsvertrag Anspruch auf Lohnfortzahlung. Im Durchschnitt liegt das Kinderkrankengeld bei 90 Prozent des Nettoverdienstes. Wer privat versichert ist, hat keinen Anspruch auf Kinderkrankengeld.

 

Wie können Eltern Kinderkrankengeld beantragen?

Um Kinderkrankengeld während der Corona-Pandemie zu bekommen, müssen Eltern ein paar Dinge beachten:

  • Kinderkrankengeld gibt es nur für Kinder unter 12 Jahren.
  • Es muss ein Attest vom Kinderarzt vorliegen, ab Tag 1.
  • Auf dem Attest des Arztes müssen folgende Informationen vermerkt sein: die Daten des Kindes und die Dauer der Erkrankung. Auf der Rückseite muss der Elternteil, der den Antrag stellt, die eigenen Daten eintragen: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Versichertennummer und die Bankverbindung.
  • Wichtig: Es muss angekreuzt werden, dass man laut Arbeitsvertrag keinen Anspruch auf Lohnfortzahlung hat. Vorher unbedingt den Arbeitsvertrag überprüfen.
  • Zum Schluss wird das Attest unterschrieben und an die Krankenkasse geschickt. Der Arbeitgeber bekommt ebenfalls eine Kopie per Post.

Wie viel Prozent des Nettogehaltes die Krankenkasse zahlt, kann übrigens variieren. Den konkreten Satz solltet ihr individuell bei eurer Krankenkasse erfragen.

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