Baldige Kita-Öffnung möglichKita-Öffnungen: Familienministerin Giffey macht Eltern Hoffnung

Familienministerin Franziska Giffey macht Eltern Hoffnung: Sie hat sich erneut gegen eine lange Kita-Schließung während der Corona-Pandemie ausgesprochen. 

Inhalt
  1. Familienministerin Giffey macht Eltern jetzt Hoffnung
  2. Giffey warnt: "Zeit, die nicht wieder aufgeholt werden kann"
  3. Bundesländer arbeiten an einem gemeinsamen Rahmen 

Während die ersten Schulkinder langsam Schrittweise zurück in den Schulalltag kehren können, bleibt die Betreuungsfrage für Eltern von Kita-Kindern weiterhin ungewiss. Da viele Eltern gerade im Home Office arbeiten, stellt die Betreuung der Kinder sie vor eine besondere Herausforderung. Und auch fast sechs Wochen nach der Schließung aller Kitas ins Deutschland scheint kein Ende in Sicht. 

 

Familienministerin Giffey macht Eltern jetzt Hoffnung

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will Eltern von Kita-Kindern nicht länger der Ungewissheit aussetzen und spricht sich erneut gegen eine lange Schließung der Kitas aus. "Kinder und ihre Familien müssen stärker in den Fokus rücken, wenn wir über eine schrittweise Rückkehr zu etwas mehr Normalität sprechen", sagte sie dem RedaktionsNetzwerk Deutschland. 

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Giffey sieht Nachbarland Dänemark als Vorbild, dort wurden bereits am 15. April Kitas und Grundschulen wieder geöffnet -mit strikten hygienischen Vorgaben, Abstandsregeln und reduzierten Gruppengrößen. "Kinderschutz ist auch Gesundheitsschutz. Eine pauschale Schließung der Kitas für über 80 Prozent der Kinder bis zu den Sommerferien kann nicht die Antwort sein", sagt die Bundesfamilienministerin. Ihrer Ansicht nach muss das Kindeswohl und die Entwicklung der Kinder an oberster Stelle stehen. 

 

Giffey warnt: "Zeit, die nicht wieder aufgeholt werden kann"

Franziska Giffey fordert: "Auch in Deutschland müssen wir viel stärker auf die besonderen Bedürfnisse der noch jüngeren Kinder eingehen." Denn vor allem kleine Kinder bräuchten "eine gute Kinderbetreuung, das gemeinsame Spielen und Lernen mit Gleichaltrigen, einen geregelten Tagesablauf." 

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Schließlich seien Kitas Bildungseinrichtungen, in denen die Grundlage für die weiteren Entwicklungsschritte von Kindern gelegt werden. "Im Leben eines Kindergartenkindes und für seine Entwicklung bedeutet schon ein Monat eine unglaublich lange Zeit", sagte die SPD-Politikerin. "Wenn Kitas über Monate Kindern nicht zugänglich sind, ist das eine Zeit, die nicht wieder aufgeholt werden kann."

 

Bundesländer arbeiten an einem gemeinsamen Rahmen 

Die Bundesfamilienministerin arbeite zusammen mit den anderen Bundesländern an einem gemeinsamen Rahmen für einen "stufenweisen Prozess zur Öffnung der Kindertagesbetreuungsangebote von der Notbetreuung hin zum Regelbetrieb, natürlich immer unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens." Wann dies jedoch in Kraft treten kann, könne man in der Pandemie nicht genau vorhersagen. Giffey verspricht aber baldige Gewissheit: "Aber wir müssen sagen, was geht, wenn es wieder geht. Und vor allem wie es gehen kann."

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