Großer VergleichKitas in Deutschland: Hier gibt es die beste Betreuung

Es wird langsam besser mit der Kinderbetreuung in Deutschland. Der aktuelle Blick auf den Betreuungsschlüssel der Kitas lässt viele Eltern hoffen.

KItas in Deutschland: Hier gibt es die beste Betreuung
Foto: iStock/skynesher

Geht man davon aus, dass die Qualität im direkten Zusammenhang mit der Anzahl an Erziehern in einer Kita-Gruppe steht, dann gibt es in Deutschland immer noch erhebliche Unterschiede.

Im Osten Deutschlands, sowie in Berlin und Hamburg kommen sehr viel weniger Erzieher auf mehr Kinder. Das hängt natürlich damit zusammen, dass im Osten der Republik und in Ballungszentren wie Hamburg und Berlin sehr viel mehr Kinder, sehr viel früher fremdbetreut werden. Dort gibt es entsprechend mehr Kitas und viel zu wenige Erzieher, die sich um die vielen Kinder kümmern können.

In Ostdeutschland werden 52 Prozent der Kinder unter drei Jahren betreut, in Westdeutschland nur 28 Prozent.

Konkret in Zahlen sieht das so aus. Der Betreuungsschlüssel für die deutschen Bundesländer:

Bundesland
Sachsen6,5
Brandenburg6,1
Mecklenburg-Vorpommern6
Berlin5,9
Sachsen-Anhalt5,8
Thüringen5,4
Hamburg5,1
Niedersachsen3,9
Nordrhein-Westfalen3,8
Saarland3,8
Hessen3,8
Schleswig-Holstein3,8
Bayern3,7
Rheinland-Pfalz3,5
Bremen3,1
Baden-Württemberg3

*Quelle: Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme

Das heißt, dass ein Erzieher in Sachsen doppelt so viele Kinder betreuen muss, wie in Baden-Württemberg. Das wirkt sich natürlich auch auf die Stimmung und die Motivation der Erzieher aus. Gestresste Betreuer können sich eben weniger gut um viele kleine Kinder kümmern.

Die Zahlen haben sich aber verbessert. In der letzten Studie, schnitten die Länder im Vergelich noch deutlich schlechter ab. Eine Erzieherin kümmerte sich 2016 im Schnitt um 4,3 Krippenkinder (2012: 4,8) und um 9,2 Kindergartenkinder (2012: 9,8).

Die größte Verbesserung kann Sachsen-Anhalt für sich verbuchen, der Betreuungsschlüssel fiel von 1:6,9 auf 1:5,8 (ein Erzieher auf 5,8 Kinder). Verschlechtert hat sich nur das Saarland von 1:3,6 auf 1:3,8. 

Das bedeutet, dass die Qualität der Kita-Betreuung mit dem jeweiligen Wohnort steigt und fällt. Dabei muss doch allen Eltern eine bundesweit gute Qualität garantiert werden.

 
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