Besonderes RitualKlang der Hoffnung: Wie eine Glocke krebskranken Kindern eine Zukunft schenkt

Es ist nicht nur ein schönes Ritual, es spendet auch Hoffnung. In Großbritannien dürfen Kinder, die ihre Krebsbehandlung abgeschlossen haben, eine Glocke läuten. 

Für die kleinen Patienten und ihre Eltern ist es ein ganz besonderer Augenblick: Der Krebs ist besiegt, endlich können sie das Krankenhaus verlassen und ein neues Leben kann beginnen. In Großbritannien, wo täglich 12 Kinder an Krebs erkranken, gibt es ein besonderes Ritual, wenn die Kinder geheilt sind und nach qualvollen Monaten mit Chemotherapien endlich nach Hause können - die dürfen die Krankenhausglocke dreimal läuten mit diesen Worten: "Läute die Glocke, dreimal richtig laut, denn es ist Zeit zu sagen, meine Behandlung ist zu Ende, ich schlage einen neuen Kurs ein und bin mache mich jetzt auf den Weg." 

 

Drei Glockenschläge als Symbol der Hoffnung

Der Weg bis zu diesen drei Glockenschlägen ist oft lang und ziemlich steinig, wie die Geschichte des kleinen Jacob zeigt: 

"Als wir den kleinen Knubbel an seinem Bauch entdeckten, glaubten wir erst es handelt sich vielleicht um einen Leistenbruch. Nach diversen Tests im Krankenhaus teilten uns die Ärzte mit, dass Jacob Krebs hat. Mit drei Jahren fand man einen Tumor in seiner linken Niere. Unsere Welt wurde von einem Moment auf den anderen aus den Angeln gehoben. Während ich mit Jacobs im Krankenhaus blieb, versorgte meine Frau zu Hause unsere anderen beiden Kinder, Joshua und Jacobs Zwillingsschwester Bethany", schreibt sein Vater auf der Facbeook-Seite von "Children with Cancer UK". 

Jacob musste 26 Wochen Chemotherapie über sich ergehen lassen und verbrachte über acht Monate im Krankenhaus. "In dieser schweren Zeit haben wir ein enges Verhältnis zu den Schwestern und Ärzten aufgebaut", schreibt seine Mutter. "Wir verdanken ihnen das Leben unseres Sohnes und werden ewig in ihrer Schuld stehen." 

Nach acht schweren Monaten kam im Juni 2016 für Jacob endlich der Moment in dem er die Krankenhausglocke läuten durfte, um mit seinen Eltern das Krankenhaus zu verlassen. Zwei Jahre später postet seine Mutter diesen Kommentar auf Facebook: "Zwei Jahre ist es her, dass Jacob die Glocke geläutet hat. Seit zwei Jahren ist er in Remission. Alle drei Monate muss er zu Vorsorgeuntersuchungen und die Nachwirkungen der Chemotherapie sind noch immer zu spüren. Aber wir sind glücklich und dankbar, dass er gesund ist. 

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