Fridays for FutureKlima-Demo: Greta Thunberg unterstützt Hamburger Schüler

Tausende Schüler haben sich im Rahmen von Fridays for Future zur Klima-Demo in Hamburg versammelt. Mit dabei prominente Unterstützung: die schwedische Klima-Aktivistin Greta Thunberg, die sich begeistert von der deutschen Protestbewegung zeigte.

 

Große Klima-Demo in Hamburg

"Wir sind jung, wir sind laut, weil ihr unsere Zukunft klaut!" Mit dieser Parole machten sich am Freitagmorgen tausende Schüler bei der Klima-Demo in Hamburg ihren Unmut über die mangelnde Nachhaltigkeitspolitik Luft. Mit von der Partie: Umwelt-Aktivistin Greta Thunberg, die erstmals bei einer Fridays for Future-Demonstration in Deutschland war. Die Initiatoren der neuen, jungen Umwelt-Bewegung führte den Protestzug an, der durch die Hamburger Innenstadt zog und mit einer großen Kundgebung auf dem Rathausmarkt endete.

Die Schüler zeigen ihren Unmut.
Die Schüler zeigen ihren Unmut mit Plakaten.
Foto: Miriam Mueller-Stahl

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Greta Thunberg ist begeistert von den Klima-Demos in Deutschland

Schon im Vorfeld zeigte sich die 16-jährige Schwedin begeistert von den jungen Klima-Demonstranten in der Bundesrepublik. "Was in Deutschland passiert ist, stimmt mich unglaublich hoffnungsvoll. Und die deutschen Schulstreikenden haben bereits Geschichte geschrieben. Deshalb ist es eine große Ehre für mich, an ihrer Seite zu stehen", wird Greta Thunberg von der Welt zitiert.

In ihrer kurzen Rede zeigte sich die Klima-Aktivistin kämpferisch wie der NDR berichtet und sagte in englischer Sprache: "Wir werden weiter streiken, bis sie etwas unternehmen. Sie haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht, wir schon. Wir werden weitermachen, bis sich etwas ändert." Für ihre Worte wurde Greta Thunberg von den demonstrierenden Schülern gefeiert. Immer wieder hörte man "Greta, we love you!"-Rufe.

Zwei Schüler zeigen eine klare Message.
Zwei Schüler zeigen klar und deutlich, was eine nachhaltigere Politik bedeutet.
Foto: Miriam Mueller-Stahl

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Hamburger Schulbehörde stellt Schüler nicht für die Demo frei

Nach Polizeiangaben nahmen an der Demonstration zwischen 3000 und 4000 Schüler teil und das, obwohl sie nicht offiziell dem Unterricht fernbleiben dürfen. Jeder Hamburger Schüler, der bei den Fridays for Future-Demos mitläuft, wird offiziell als Schulschwänzer betrachtet. Das betonte die Schulbehörde der Hansestadt im Interview mit NDR 90,3. Die Konsequenzen: Elterngespräche, Zeugniseinträge und eine Bewertung der mündlichen Beteiligung von 0 Punkten. Die einzelnen Schulen dürfen die Schüler ebenfalls nicht offiziell freistellen, da sie sonst ihre Aufsichtspflicht verletzen.

Eine Demonstrantin setzt ihren Protest humorvoll um.
Humorvoller Klima-Protest.
Foto: Miriam Mueller-Stahl

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