ProzessauftaktKöln: Aussage von Vergewaltiger macht sprachlos

In Köln hat letzte Woche der Prozess wegen einer brutalen Vergewaltigung begonnen. Der Täter legte bereits am ersten Verhandlungstag ein vollständiges Geständnis ab.

In der Nacht zu Karnevalfreitag war die Studentin (21) auf dem Weg zur Bahn. Sie telefonierte mit ihrem Freund, als Brian P. (22) sie ansprach und sie fragte, ob er sie ein Stück begleiten dürfte. Die junge Frau war dankbar für die Begleitung und beendete ihr Telefonat. Just in diesem Moment attackierte Brian P. sie und zog sie ins Gebüsch. Doch die junge Frau wehrte sich und rief nach Hilfe. Der Täter schlug 30 Mal auf sie ein. Da sie mit letzter Kraft ihre Beine zusammenpresste, zwang er sie zum Oralverkehr. Das Martyrium dauerte insgesamt zehn Minuten lang.

Zwei Flüchtlinge aus Äthiopien, Mehamed (19) und Hamdi (25), hörten die Schreie, kamen dem Opfer zur Hilfe und riefen die Polizei. Davon überrascht ließ der Vergewaltiger von seinem Vorhaben ab und floh. Die Polizei konnte ihn aber noch in derselben Nacht festnehmen. Besonders bitter: Nur neun Tage vor der Tat wurde Brian P. aus dem Gefängnis entlassen, wo er für andere Straftaten einsaß.

 

Die Folgen der grausamen Tat

Laut den Zeugenaussagen waren die Augen des Opfers zugeschwollen und das Gesicht entstellt. Ärzte in der Uniklinik stellten Brüche des Unterkieferhalses und der Nase fest, zudem erlitt die Studentin eine starke Schädelprellung. Die junge Frau ist seit der Tat schwer traumatisiert.

Vor dem Kölner Landgericht legte Brian P. über seinen Verteidiger ein volles Geständnis ab. Er wäre zuvor bei einer anderen Frau in einer Bar abgeblitzt und wäre frustriert gewesen, heißt es darin. Gegenüber der Richterin erklärte der Täter: „Ich hatte das Verlangen sie zu ficken“, und „Tut mir voll leid, dass ich so ein Arschloch war.“

Am nächsten Verhandlungstag soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit das Opfer seine Aussage tätigen. Allerdings per Videokamera, damit die junge Frau ihrem Peiniger nicht gegenübertreten muss. Für ein Urteil ist bisher der 24. August vorgesehen.

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