HautkrankheitKrätze breitet sich aus: Berlin meldet immer mehr Fälle

Die Krätze ist wieder da und sie breitet sich rasant in Deutschland aus. Insbesondere in Berlin müssen immer mehr Krätze-Medikamente verschrieben werden – bundesweit haben sich die Verordnungen fast verdoppelt.

 

Die Krätze galt als nahezu ausgestorben. Doch jetzt werden immer mehr Fälle der Hautkrankheit gemeldet. Sie macht entgegen der allgemeinen Auffassung, Krätze wäre eine Randgruppenkrankheit, vor keiner Gesellschaftsschicht halt.

Die Kassenärztliche Vereinigung hat erste Quartalszahlen herausgegeben. Bereits Ende letzten Jahres stiegen die Krätze-Fälle. Während im vierten Quartal 2016 noch rund 4.300 Erkrankungen gemeldet wurden, waren es im letzten Quartal 2017 schon 7.300.

Die Hautkrankheit wird mit einer speziellen Salbe oder Tabletten behandelt. Diese war zu Anfang der Krätze-Welle schwer zu bekommen – schließlich trat die Krankheit kaum noch auf. Jetzt sind wieder ausreichend Medikamente vorhanden.

Der Bedarf steigt weiter: Eine Untersuchung der Barmer ergab, dass die Verordnungen sich bundesweit Ende 2017 von 38.100 auf etwa 61.300 fast verdoppelten. In Hamburg stieg die Verordnung der Tabletten sogar um 90,5 Prozent.

Die Krätze ist eine Krankheit, die durch Milben ausgelöst wird. Diese bohren sich durch weichere Hautstellen und legen dort ihre Eier und ihren Kot ab. Weibliche Krätzmilben können bis zu 60 Tage unter der Hautoberfläche überleben! Das verursacht einen unangenehmen Juckreiz. Hier erfährst du alle weiteren Informationen zu Symptomen und Behandlung der Krätze.

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