HautkrankheitKrätze-Fälle haben sich in Schleswig-Holstein fast verdoppelt

Die Krätze-Fälle in Schleswig-Holstein haben sich innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt. Derzeit leiden 8700 Menschen unter der Hautkrankheit.

Ausschlag, Juckreiz, Rötungen: In den letzten Jahren wurden immer mehr Fälle von Krätze in Deutschland bekannt. Die als einst ausgestorbene Hautkrankheit, die auch Scorbies genannt wird, kommt auch in Schleswig-Holstein vermehrter vor.

 

Doppelt so viele Krätze-Fälle in Schleswig-Holstein

Laut Informationen der Deutschen Presseagentur (dpa) ist die Zahl der registrierten Krätze-Fälle in den letzten zwei Jahren um das Doppelte angestiegen. Das teilte die AOK Nordwest am Sonntag (7.4.) mit. In den ersten drei Quartalen von 2018 wurden 8700 Fälle bekannt - 2017 waren es noch 7800 und 2016 etwa 4500 Patienten. "Der Anstieg wird auch bei den Medikamenten-Verordnungen deutlich", erklärte der AOK-Vorstandsvorsitzende Tom Ackermann. So seien 80 Prozent mehr Salben und Tuben im Vergleich zum Vorjahr verschrieben worden.

 

Krätze ist ansteckend, aber kein Zeichen von Unhygiene 

Die Skabiesmilben übertragen die Krätze auf unsere Haut. Früher galt der Glaube, das die ansteckende Krankheit durch mangelnde Hygiene ausgelöst wird. Doch „es kann jeden treffen“, wie die AOK sagt. Dennoch haben Milben bei mangelnder Hygiene ein leichteres Spiel. Vor allem an Orten, wo viele Menschen sind (wie etwa in einer Kita oder in einer Schule), werden die Milben über Hautkontakt oder die Kleidung übertragen. Vor allem Immunschwache sind anfällig für eine rasche Ausbreitung der Krätze

Mehr zum Thema Übertragung, Symptome und Behandlung von Krätze kannst du hier nachlesen.

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