Wegen Corona

Krankenkassen: Drastische Beitragserhöhung für 2021 geplant!

Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf die Krankenkassen aus. Die Beiträge sollen deshalb im kommenden Jahr steigen.

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Wie unter anderem die "F.A.Z." berichtet, sollen die Zusatzbeiträge zur Krankenversicherung um 0,2 Prozentpunkte auf 1,3 Prozent steigen. Darauf haben sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesfinanzminister Olaf Scholz geeinigt. Grund für die höheren Beiträge sind die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Krankenkassen.

Krankenkassenbeiträge steigen ab 2021 um 1,3 Prozent

Die Krankenkassen betonen, dass die geringeren Ennahmen aufgrund der Wirtschaftskrise und die höheren Gesundheitsausgaben durch die Pandemie dafür verantwortlich sind, dass 2021 ein Defizit von etwa 16 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erwarten ist. Um diese Löcher zu stopfen, gibt es von Seiten der Regierung verschiedene Maßnahmen.

Fünf Milliarden Euro sollen durch Bundesmittel zusammenkommen, acht Milliarden sollen durch Rücklagen der Krankenkassen zur Verfügung gestellt werden und die Anhebung der Zusatzbeiträge soll wiederum drei Milliarden Euro einbringen. "Dieses Maßnahmenpaket stellt sicher, dass die von den Regierungsparteien beschlossene "Sozialgarantie 2021" eingehalten werden kann", so das Finanz- und das Gesundheitsministerium.

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Krankenkassen haben durch Wirtschaftskrise Lücke von 16 Milliarden Euro

Trotz der Anhebung bleibe der Gesamtsozialversicherungsbeitrag im Jahr 2021 mit 39,95 Prozent unterhalb der 40 Prozent-Marke, heißt es weiter. Diese Höchstgrenze wurde von der Bundesregierung während der Corona-Krise festgelegt. Die "F.A.Z." berichtet allerdings, dass bei den Berechnungen der Regierung der Zusatzbeitrag für Kinderlose in der Pflegeversicherung nicht mit einbezogen wurde. Beziehe man diesen mit ein, liege die Belastung bei 40,2 Prozent und damit über der Grenze, schreibt die Zeitung.

Corona-Wirtschaftskrise: Fast jeder fünfte Job in Gefahr

Der Spitzenverband der Krankenkassen hatte bereits Anfang September nach Berechnungen bekanntgegeben, dass bei den Krankenkassen durch die Wirtschaftskrise voraussichtlich eine Lücke von 16,6 Milliarden Euro entstehen wird. Neben Mehrausgaben durch Testungen, Behandlungen von Corona-Infizierten und den Kosten für den Impfstoff entgehen den Kassen durch Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit Milliarden an Einnahmen.

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