Tierische EinwandererKrebse in Berlin: die Invasion der Krustentiere

Delikatessen auf Wanderschaft: In Berlin laufen Rote Amerikanische Sumpfkrebse über die Straßen. Warum man sie auf keinen Fall einfangen und essen sollte.

Krebse in Berlin wilde Einwanderer
Sie kommen, um zu bleiben: Krebse ziehen durch Berliner Straßen (Symbolfoto)
Foto: iStock
Inhalt
  1. Delikatessen on the run
  2. Kostenfreier Krustentiersnack?
  3. Das große Krebsfressen
  4. Krebse in Berlin: Warum das nicht Alltag werden sollte


 

Sie sehen ein bisschen aus wie große Skorpione. Rot, ein wenig stachelig und mit dem typischen Schwanz. Menschen, die Aquarien besitzen, kennen diese Spezies: den Roten Amerikanischen Sumpfkrebs.

Denn vermutlich sind die Fischfreunde auch nicht unbeteiligt an der Invasion der Wildtiere. Naturschützer glauben, dass viele von ihnen von Aquarienbesitzern ausgewildert wurden.

 

Delikatessen on the run

Da laufen sie nun: Rund um den Berliner Tiergarten sieht man sie flitzen, die Roten Amerikanischen Sumpfkrebse, die immerhin bis zu 15 Zentimeter groß werden. Wer Krustentiere gerne isst, könnte versucht sein, sie einzufangen. Denn tatsächlich wird das Fleisch dieser Krebse auch im Supermarkt verkauft.

 

Kostenfreier Krustentiersnack?

Auch wenn es verlockend ist, sich so einen kleinen Krustentiersnack von den Straßen Berlins mitzunehmen, das sollte man besser nicht tun. Denn tatsächlich gilt das als Wilderei und wird mit einer Geldstrafe geahndet.

 

Das große Krebsfressen

Das große Krebsfressen werden andere genießen. Waschbären, Füchse und Aale sind die natürlichen Feinde dieser Krustentiere. Damit sich die Krebse auf Berliner Straßen nicht noch stärker vermehren, wurden extra Aale in Berliner Gewässern ausgesetzt.

 

Krebse in Berlin: Warum das nicht Alltag werden sollte

Tatsächlich ist der Rote Amerikanische Sumpfkrebs ein ungeliebter Gast in der deutschen Hauptstadt.  Er steht auf der Liste der invasiven gebietsfremden Arten der EU-Kommission.

So wie bei Waschbären wird befürchtet, dass sich der Krebs zu stark ausbreiten könnte. Außerdem ist er häufig Träger und Überträger eines Pilzes, der heimischen Krebsarten gefährlich werden kann. Deshalb heißt es wahrscheinlich bald: Bye-bye, kleiner Krebs.

Dieser Snack kostet keine Strafe. Wie du ihn zubereitest, zeigt dieses Video.

 

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