LebensmittelwarnungLactalis erweitert Rückruf: Weltweit Millionen Babymilchprodukte betroffen

Der Molkereikonzern Lactalis musste den weltweiten Rückruf erweitern: In Babymilchprodukten wurden Salmonellen gefunden - 12 Millionen Packungen sind betroffen.

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Rossmann hat sich nun dem Rückruf von Lactalis angeschlossen. Vonseiten der Drogeriekette wird nun davor gewarnt, c-Milchnahrungsprodukte der Marke Babydream mit dem Vermerk "Hergestellt in der EU" zu verwenden. Die betroffenen Produkte können in den verschiedenen Rossmann-Filialen abgegeben werden - auch ohne Vorlage des Kassenbons. Kunden erhalten ihr Geld zurück.

Produkte, die in Deutschland hergestellt wurden, werden allerdings als sicher deklariert. 

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Es ist einer der größten Molkereikonzerne der Welt: Der Hersteller Lactalis musste Anfang Dezember weltweit Hunderte Artikel zurückrufen. Betroffen sind ausgerechnet Babyprodukte wie Milchpulver und Frühstücksflocken. Der Rückruf wurde gestartet, nachdem bereits mehrere Kinder in Frankreich an Salmonellen erkrankt sind.

Damals hatte der Konzern eine Liste der betroffenen Ware veröffentlicht, die 620 Produkte zählte. Jetzt musste der Rückruf erweitert werden - auf 12 Millionen Produkte in 82 Ländern weltweit. 

 

Lactalis vertreibt Milchprodukte weltweit

Babymilchprodukte des Herstellers Lactalis werden weltweit vertrieben, in Deutschland sind besonders französische Käseprodukte bekannt. Doch auch Milchpulver der Marken Milumel, Picot und Carrefour stammen aus dem Hause Lactalis. Die genaue Liste der zurückgerufenen Produkte mit Mindesthaltbarkeitsdaten und Losnummern hat das Unternehmen hier veröffentlicht. 

Für Deutschland gibt der Konzern erstmal Entwarnung: Keine Babymilchprodukte aus dem Werk sollten im Umlauf sein. Wer jedoch Nahe einer Ländergrenze wohnt, sollte die Produkte sicherheitshalber überprüfen. Betroffen sind Artikel aus einem Werk in Craon.

Ursprünglich wurde Lactalis bereits am 1. Dezember von französischen Behörden darauf hingewiesen, dass 20 Babys unter sechs Monaten nach dem Verzehr der Produkte erkrankt sind.  Daraufhin hatte der Konzern bereits einige Babymilchprodukte zurückgenommen. Jetzt musste der Rückruf jedoch weltweit ausgeweitet werden, mittlerweile sind allein in Frankreich über 30 Krankheitsfälle gemeldet worden.

 

Bereits mehrere Babys an Salmonellen erkrankt

Mittlerweile wurden bereits neue Erkrankungsfälle gemeldet. Aus diesem Grund wurde die Liste auf alle Produkte aus einem Werk erweitert, die möglicherweise mit Salmonellen verunreinigt sind. Auch alternative Reismilch löste bei einem Baby die Infektion aus.

Wie die Krankheitserreger in die Produkte gekommen sind, wird noch untersucht. Nach bisherigem Stand steht eine Trocknungsanlage in Verdacht, die Salmonellen übertragen zu haben. Diese wurde geschlossen und desinfiziert.

Salmonellen lösen Magen-Darm-Infektionen mit Erbrechen und Durchfall aus und sind prinzipiell harmlos, für Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Erkrankung jedoch gefährlich werden. Da bei Säuglingen die Abwehrkräfte ebenfalls noch nicht so gestärkt sind, gelten sie oft ebenfalls als Risikogruppe. Den erkrankten Babys geht es aber mittlerweile wieder gut, sie haben die Salmonellen-Infektion unbeschadet überstanden.

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(ww4)

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