Unsere Goldmarie von PyeongchangLaura Dahlmeier: So tickt unser Gold-Wunder von Olympia!

Mit ihrer zweiten Goldmedaille bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang hat sich Laura Dahlmeier unsterblich gemacht. Noch keine Biathletin vor ihr hat sowohl Gold im Sprint als auch in der Verfolgung gewonnen. Doch wer ist unsere Goldmarie eigentlich? 

Als Kind schrieb sie einer Freundin unter Berufswunsch ins Poesiealbum "Olympiasiegerin" oder "Hüttenwirtin". An den ersten Punkt kann sie seit dem Wochenende einen Haken setzen. Heute hat sie ihren Triumphzug in Pyeongchang fortgesetzt und noch eine weitere Goldmedaille geholt und bis zum Ende der Olympischen Winterspiele könnten noch Vier weitere folgen. 

 

Woher kommt Laura Dahlmeier?

Sie wurde am 22. August 1993 in Garmisch-Patenkirchen geboren und verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Oberbayern. Mit sieben Jahren hielt sie zum ersten Mal ein Biathlongewehr in den Händen. Eigentlich hatte es ihr der alpine Ski-Sport angetan, doch den Sprung zum Biathlon hat sie nie bereut. Im Juni 2011 machte sie ihr Abitur. Von da an standen alle Zeichen auf Profikarriere. 

 

Was macht Laura Dahlmeier in ihrer Freizeit?

Klettern, Bergsteigen und Mountainbiken sind neben dem Biathlon Lauras große Leidenschaften. Mountainbiken wurde ihr bestimmt in die Wiege gelegt, denn ihre Eltern Susi und Andreas Dahlmeier waren in den 90er-Jahren international erfolgreiche Mountainbiker. 

Die 24-Jähirge ist ein Kind der Natur und der Berge. Sie ist ausgebildete Zollwachmeisterin. Als Mitglied des Zoll-Ski-Teams kann sie sich aber ganz auf den Leistungssport konzentrieren. Viel Zeit für Privates bleibt der 24-Jährigen bei ihrem straffen Trainingsplan schließlich nicht, doch das soll sich irgendwann ändern. "Ich möchte in meinem Leben noch so viele andere Sachen machen", sagte sie einmal in einem Interview. Ein frühes Karriereende, wie etwa bei ihrem großen Idol Magdalena Neuner, kann sie sich also durchaus vorstellen. Vielleicht bleibt dann auch Zeit für die Liebe, denn zurzeit ist Laura Single

 

Wie tickt Laura Dahlmeier?

Trainer und Teamkollegen beschreiben sie als entspannt und entschlossen. Bei Wettkämpfen beweist sie immer wieder, dass sie Nerven aus Stahl hat. Ihrer Favoritenrolle wird sie fast immer gerecht und der Erfolgsdruck, der auf der 24-Jährigen lastet, scheint sie mehr zu beflügeln, als das er sie hemmt. Bei der WM in Hochfilzen vor knapp einem Jahr bewies sie einmal mehr, dass sie ihren eigenen Kopf hat. Statt den Regenerationstag zwischen den Rennen zur Entspannung zu nutzen, ging sie lieber Paragleiten. 

Als ihr Trainer von der waghalsigen Nummer erfuhr, sagte er nur trocken: "Der Laura kann man eh nur schwer etwas verbieten." Und Teamarzt Klaus-Jürgen Marquardt fügte hinzu: "Wie sagt der Opa? Sie ist ein zähes Luder!"

Vier weitere Rennen folgen noch für Laura Dahlmeier. Vier Medaillenchancen, die sie nutzen will, denn sechs Mal Gold, das hat bisher noch keiner geschafft ...

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