'Lebensmittel Rettung Ansbach': Stadt in Bayern kämpft gegen Lebensmittelverschwendung

Das Projekt 'Lebensmittel Rettung Ansbach' in Bayern hat sich den Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung auf die Fahne geschrieben. Die erste Verteilstation gibt es bereits.

Inhalt
  1. Lebensmittel retten statt wegschmeißen
  2. Kostenlose Lebensmittel in Bayern: Klappt das?
  3. Foodsharing: Keine neue, aber eine wichtige Idee

Lebensmittelverschwendung gehört seit Jahren zu den umstrittensten Themen der Gesellschaft – ganz einfach deshalb, weil sie real ist und wirklich jeder etwas dagegen tun kann. Genau das denken sich auch die Aktivisten hinter dem Projekt 'Lebensmittel Rettung Ansbach'.

 

Lebensmittel retten statt wegschmeißen

Veränderung fängt zu Hause an: Jeder von uns kann aktiv gegen Lebensmittelverschwendung vorgehen, indem er beispielsweise seine Mahlzeiten genauer plant und dadurch weniger Nahrungsmittel wegwerfen muss. Oder man informiert sich darüber, was man aus Lebensmittelrestenwie altem Brot – noch alles machen kann. 
Das Projekt 'Lebensmittel Rettung Ansbach' geht einen Schritt weiter: An einer Verteilstation in der Kronenstraße, vor dem Laden 'Ansbach umgedacht', kann man ab sofort immer mittwochs zwischen 14 Uhr und 18:30 Uhr übriggebliebenes Obst und Gemüse sowie Backwaren abholen – kostenlos, versteht sich. 

Auf der Homepage findest du die genaue Adresse!

 

Kostenlose Lebensmittel in Bayern: Klappt das?

Die Lebensmittelrettung feiert am 13. Februar um 15 Uhr Premiere. Es muss sich also erst noch zeigen, wie das Projekt 'Lebensmittel Rettung Ansbach' bei den Bürgern ankommt. Koordinatorin Andrea Greu schlägt gegenüber dem 'br' noch leise Töne an: 
"Zunächst sollen Obst, Gemüse und Backwaren an der Verteilstation angeboten werden, um zu testen, wie das Angebot bei den Ansbacher Bürgern ankommt." Werden die kostenlosen Lebensmittel gut aufgenommen und – noch wichtiger – auch mit Respekt behandelt, dann besteht durchaus die Chance, dass die 'Lebensmittel Rettung Ansbach' weiter wächst und in Ansbach in Zukunft weniger Lebensmittel weggeschmissen werden. 

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Foodsharing: Keine neue, aber eine wichtige Idee

Mit seinem Projekt ist das Team um Andrea Greu zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Denn in ganz Deutschland wird immer wieder über das Thema Lebensmittelverschwendung diskutiert, teils sehr kontrovers. Allein das Schlagwort 'containern' spaltet die Nation. Denn Lebensmittel, die beispielsweise Supermärkte täglich en masse wegschmeißen, darf man laut Gesetz nicht aus der Tonne fischen, um sie zu Hause noch zu verzehren. Offiziell ist das Diebstahl und führt zu einer Anzeige. Trotzdem sehen viele Menschen genau darin ein probates Mittel gegen Lebensmittelverschwendung – denn wozu wegschmeißen, wenn es noch gegessen werden kann? 
Zeitgleich mit dem Projekt 'Lebensmittel Rettung Ansbach' macht außerdem ein Edeka-Markt im bayerischen Wenzenbach von sich reden: Dort gibt es jetzt den sogenannten 'Fair-Teiler', eine Kiste, aus der sich Kunden kostenlos Obst und Gemüse mit optischen Mängeln oder Lebensmittel mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum mitnehmen dürfen. 
In der digitalen Welt sind indes Foodsharing-Apps wie 'Too Good To Go', 'ResQ Club' oder 'Sir Plus' gefragter denn je – online lässt sich das Retten von Lebensmitteln schließlich bestens organisieren. Auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft ist schon auf den Zug aufgesprungen und will mit der App 'Zu gut für die Tonne' einen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung leisten
 

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