Mama-BlogLiebe Mamis, habt keine Angst vor der Krippe!

Angst vor der Eingewöhnung deines Kindes in die Krippe? Nicht nötig, wie die Erfahrung von Mama-Bloggerin Timea zeigt. Warum viele Kinder die Krippe lieben.

Angst vor der Krippe tut nicht Not - die meisten Kinder lernen ihre Krippe schnell lieben.
Angst vor der Krippe tut nicht Not - die meisten Kinder lernen ihre Krippe schnell lieben.
Foto: Timea Sternkopf

Mama-Bloggerin Timea aus München schreibt für Wunderweib.de über ihr neues Leben als Mama einer 1-jährigen Tochter. Jede Woche lernt sie etwas Neues, sie wundert sich, lacht und weint. Diese Woche schreibt sie über die Krippeneingewöhnung.

"Heute möchte ich allen Mamis da draußen Mut machen, denen eine Krippeneingewöhnung bevorsteht.

Da mein Mann, unsere kleine Tochter und ich im Dezember aus der Stadt rausgezogen sind, begannen wir nun nach den Ferien mit der Eingewöhnung in der neuen Krippe meiner Tochter Léla. Sie ist bereits seit Mai in die Krippe gegangen und das sehr gerne. Trotzdem hatte ich ein wenig Bedenken, ja, eigentlich sogar ein bisschen Angst vor der neuen Eingewöhnung in ihrer jetzigen Krippe, wenn ich ehrlich bin. Doch zu unrecht.

Die erste Eingewöhnung, damals im Mai, hat ganze zwei Monate gedauert. Es war eine schwierige Zeit, für Mama und Kind. Doch wir haben es überstanden. Die Belohnung waren ein soziales Umfeld, Gesellschaft und ganz viele Abenteuer für Léla. Für mich gab es endlich wieder ein bisschen Zeit und vor allem Zeit zum Arbeiten. Die Länge der Eingewöhnungszeit war eher ungewöhnlich, die meisten Kinder fühlen sich schneller wohl.

Seit gerade mal vier Tagen gehen wir nun in die neue Einrichtung. Ich bin wirklich begeistert und überrascht, wie es diesmal abläuft. Léla zeigt keinerlei Anzeichen von Frust, Unlust oder Traurigkeit über die bevorstehende Zeit ohne Mami. Als ich ihr Montag erzählte, dass wir in die neue Krippe gehen, hat sie laut „Jaaaaa!“ gerufen und strahlte bis über beide Ohren.

 

Und das schönste? Selbst am vierten Tag kommentierte sie unsere Ankunft in der Krippe mit einem fröhlichen Jauchzer. Die erste Trennung über eine halbe Stunde haben wir ohne Weinen und Aufregung hinter uns gebracht. Normalerweise wird eine erste Trennung erst in der zweiten Eingewöhnungswoche gemacht, aber in diesem Falle war es jetzt schon angebracht. Man merkt, dass sie das Konzept von Krippe schon kennt. Sie spielte gut gelaunt mit Puzzles oder Bilderbüchern und verteidigte willensstark ihre Sachen vor den anderen Kindern. Mein kleines süßes Einzelkind kann hier lernen zu teilen.

 

Geliebte Krippe: Wenn dein Kind nicht mehr gehen will

Stellt euch vor, bereits am dritten Tag, als wir wie abgesprochen nach einer Stunde gehen wollten, hat sich Léla geweigert. “Nein!”. Sie ist einfach sitzen geblieben auf ihrem Stühlchen vor der Knete und hatte so gar keine Lust mit Mama alleine nach Hause zu fahren. Ich musste lachen und gleichzeitig habe ich mich unwillkürlich geschämt vor den Erziehern. Es wirkte ja so, als würde sie zuhause keinen Spaß haben. Ein wirklich komisches Gefühl.

Aber  es ist eine liebevolle Bestätigung, dass ich nichts falsch mache, wenn ich sie in die Krippe bringe. Es gibt nichts Verwerfliches daran, Hilfe anzunehmen bei der Kinderbetreuung, dir selber Freiräume zu schaffen und gleichzeitig deinem Kind eine schöne Zeit zu ermöglichen. Nur eine glückliche Mama kann ein durch und durch glückliches Kind erziehen.

Auch wenn die gemeinsame Zeit weniger wird, können Mama und Kind sie sehr genießen.
Auch wenn die gemeinsame Zeit weniger wird, können Mama und Kind sie sehr genießen.
Foto: Timea Sternkopf
 

Früher Großfamilie - heute Krippe

Früher war es die Großfamilie, die Hilfe bot und noch heute wird es in vielen Teilen der Welt so gehandhabt. Da meine Familie in Ungarn lebt und meine Schwiegereltern beide noch voll arbeiten und in einer anderen Stadt leben, gibt es eben keine Oma, die mal schnell vorbeikommt und sich um den Enkel kümmert, wenn Mami arbeiten muss. Ich bin froh und dankbar, dass Léla gerne in die Krippe geht, was nicht zuletzt an der tollen Arbeit der Erzieher liegt.

Liebe Mamis, habt keine Angst davor, euer Kind in die Krippe zu bringen.

Ihr werdet am Anfang traurig sein, ja. Und das ist ok so und völlig normal.

Aber wie alles im Leben wird sich auch das verändern und eine neue Phase wird beginnen. Wer seinem Kind genügend Liebe schenkt und die gemeinsame Zeit, auch wenn diese weniger wird, intensiv mit voller Aufmerksamkeit verbringt, macht alles richtig."

Eure Timea

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