Lieber rappen statt arbeiten!Arbeitsloser Benjamin stellt klar: "F**k Hartz 4, ich will mehr Geld!"

Benjamin lebt von Hartz 4 und versucht sich an einer Karriere als Rapper. Bei „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ stellt er klar: „Niemand ist gezwungen, arbeiten zu gehen.“

Die RTL-Zwei-Sozialdoku „Armes Deutschland – Stempeln oder abrackern?“ war erneut zu Besuch bei Menschen, die am Existenzminimum leben. Benjamin (24) wohnt momentan in Berlin. Vor drei Monaten kam er in die Stadt, um seine Rapper-Karriere voranzubringen. Einen richtigen Job hat er nicht. Warum? „Weil ich kein Bock, hab zu arbeiten, und faul bin“, meint Benjamin grinsend. Er rappt lieber schlecht als gutes Geld zu verdienen.

 

Armes Deutschland: „F**k Hartz 4, ich will mehr Geld"

Benjamin lebt von 424 Euro Hartz 4 im Monat. Allerdings reicht ihm das Geld nicht. „F**k Hartz 4, ich will mehr Geld – macht Hartz 5“, ruft er laut aus und lacht. Um seine Finanzen etwas zu verbessern, designt er schwarz Logos und Cover für andere. Immerhin trägt er nur Markenklamotten und ist voll tätowiert. Dieser Lebensstil will finanziert werden. 

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Um zu „sparen“, klaut er außerdem regelmäßig Lebensmittel – natürlich ohne schlechtes Gewissen. Angst vor dem Gefängnis hat Benjamin nicht. Da war er schon mal für sechs Wochen, wieso will er aber nicht erzählen. Zudem hat er über 10.000 Euro Schulden, die er absolut nicht zurückzahlen will. Eine Privatinsolvenz lehnt er ab, immerhin würde ihm das Geld ja „geschenkt“, wenn er einfach gar nichts unternimmt.

Benjamin würde gerne als Rapper groß rauskommen.
Benjamin war noch nie in seinem Leben arbeiten.
Foto: RTL ZWEI
 

Hartz-4-Benjamin: Lieber Rap statt Arbeit

Auch eine Ausbildung oder Ähnliches lehnt er strikt ab. Sein Kumpel Enrico (20) geht hingegen gerne arbeiten und versteht Benjamins Einstellung nicht. Aber auch Benjamin kann die Motivation seines Freundes nicht so ganz nachvollziehen. „Ist ja nicht mein Problem, wenn der arbeiten geht“, meint er nur. Woher sein eigenes Hartz 4 kommt, interessiert ihn nicht.

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Da seine Rapper-Karriere in Berlin nicht so richtig angelaufen ist, will er nun zurück nach Hause an den Bodensee. In Konstanz leben seine Familie und Freunde. Die Kosten für die Fahrt übernimmt das Jobcenter. „Niemand ist gezwungen, arbeiten zu gehen“, stellt Benjamin zufrieden fest.

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