FlugticketsLufthansa Ticketpreise bis zu 30% teurer

Das Bundeskartellamt hat bei der Lufthansa eine Preiserhöhung von über 30 Prozent festgestellt, will aber dennoch kein Missbrauchsverfahren einleiten.

Nach der Insolvenz von Air Berlin im Oktober 2017 fielen viele Flüge auf Strecken innerhalb Deutschlands weg. Die Konkurrenz-Linie Lufthansa und deren Tochter Eurowings nahmen in dieser Zeit eine Monopolstellung ein und erhöhten die Ticketpreise um bis zu 30 Prozent.

Bei den Ermittlungen des Bundeskartellamtes wurden die 13 passagierstärksten innerdeutschen Strecken in den Fokus genommen. Stichprobenartig wurden insgesamt 412 Flüge an 44 Stichtagen untersucht. Die Ergebnisse sprechen für sich. "Die Lufthansa Tickets waren nach der Insolvenz von Air Berlin im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 25 bis 30 Prozent teurer. Dieser Preisanstieg ist zwar erheblich, rechtfertigt aber nicht die Einleitung eines Missbrauchsverfahrens", erklärte der Präsident des Bundeskartellamtes Andreas Mundt.

Doch Easyjet konnte sich ziemlich schnell ebenfalls auf dem Markt etablieren und sorgte mit dieser Konkurenzposition dafür, dass sich die Preise wieder anpassten. Im Februar 2018 war das Preisniveau bereits fast wieder auf dem alten Stand. "Die Entwicklung der Flugpreise wäre bestimmt nicht so günstig verlaufen, wenn die Lufthansa dauerhaft Monopolist auf diesen Strecken geworden wäre", meint Mundt.

Das Bundeskartellamt will die Lage weiterhin intensiv beobachten.

Weiterlesen:

Kategorien: