HaushaltLuftreiniger: Wie sauber wird die Luft wirklich?

Luftreiniger erfreuen sich steigender Beliebtheit. Doch wie funktionieren die Systeme eigentlich? Und können Luftreiniger wirklich alle Schadstoffe filtern?

Wir sind umgeben von Schadstoffen. Das Tückische: Wir sehen sie nicht. Allein durch den Verkehr ist die vermeintlich frische Luft in städtischen Gegenden durchgehend belastet. Natürlich bleiben auch Innenräume von den Schadstoffen nicht verschont. Nicht nur äußere Faktoren wie Abgase sind für eine verunreinigte Raumluft verantwortlich, auch Ausdünstungen aus Gegenständen und Möbeln tragen dazu bei. Dadurch ist die Luftverschmutzung in Innenräumen meist sogar noch größer als auf der Straße.

Umso populärer sind Luftreiniger. Sie sollen wie ein Filter agieren, sodass die Luft wieder frei von Schadstoffen und damit gesünder für uns wird. Doch wie effektiv sind solche Geräte eigentlich?

 

Wie funktionieren Luftreiniger?

Luftreiniger arbeiten mit unterschiedlichen Filtern. Das Prinzip ist zunächst einmal dasselbe – Luft wird automatisch eingesogen und gesäubert wieder ausgestoßen. Dazwischen stehen meist mehrere Reinigungsschritte in Form verschiedener Filtersysteme.

Es existieren zum Bespiel Aktivkohle-, Hepa-, elektrostatische und photokatalytische Filter. Diese binden Staub- und Schmutzpartikel, die im Luftreiniger gesammelt werden, sodass die Luft frei von ihnen wieder ausgestoßen wird.

Eine andere Variante ist das Leiten der Luft durch Wasser, wobei die Schadstoffe buchstäblich abgewaschen werden.

 

Wie effektiv sind Luftreiniger?

Insbesondere Allergiker profitieren von Luftreinigersystemen. Die Feinstaubbelastung kann bei allen Systemen stark verringert werden, sodass Luftreiniger auch die Symptome von Hausstauballergien lindern können.

Trotzdem weisen Ärzte darauf hin, dass es sich bei Luftreinigern stets um eine Übergangslösung handeln sollte. Viel wichtiger ist es, das Problem an der Wurzel zu packen, heißt, die Ursache der Schadstoffbelastung (wie beispielsweise Schimmel oder belastete Möbel) zu beseitigen. Bei chemischen Gasen sind Luftreiniger nämlich weniger effektiv.

Der Luftreiniger sollte nicht in den Ecken eines Raumes oder direkt am Fenster stehen. Übrigens halten Experten regelmäßiges Stoßlüften für genauso effektiv, wie einen Luftreiniger:  Tipps zum Heizen uns Lüften

Zusammenfassend sind Luftreiniger eine gute Möglichkeit, die Feinstaub- und Schadstoffbelastung in Räumen zu verringern. Für Allergiker lohnt sich die Anschaffung damit allemal.

Grundlegend für das Funktionieren des Luftreinigers ist aber dessen regelmäßige Reinigung. Andernfalls können sich Bakterien im Inneren des Filters sogar vermehren und die Luft noch stärker verschmutzen. Spätestens wenn sich der Filter gelblich oder bräunlich verfärbt, ist eine Reinigung und Auswechslung notwendig. Denn Sonst wird der Luftreiniger zur Bakterienschleuder.

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(ww4)

 

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