Corona-Maßnahmen

Markus Söder: Strengere Maskenpflicht in Bayern kommt!

Wird eine Maskenpflicht an ausgewählten öffentlichen Plätzen in München zu einem Rückgang der Corona-Neuinfektionen führen? Ministerpräsident Markus Söder und Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter halten die Maßnahme für angemessen. Aber wo gilt die Maskenpflicht genau? Und welche Verschärfungen treten außerdem in Kraft? Alle Details!

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Nachdem München die kritische Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen deutlich überschritten hatte, werden nun die Corona-Maßnahmen verschärft. Dazu gehört neben Kontaktbeschränkungen eine generelle Maskenpflicht an bestimmten öffentlichen Plätzen in der bayrischen Landeshauptstadt. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wirbt um Verständnis innerhalb der Bevölkerung. 

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Markus Söder hat "gemischte Gefühle"

Am Wochenende war in München die sogenannte Ersatz-Wiesn gestartet, weil das traditionsreiche Oktoberfest inmitten der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann. Bei der Mini-Wiesn aber waren Menschen in größeren Gruppen zusammengesessen, hatten gefeiert und getrunken. An Abstandsregeln wurde sich in den meisten Fällen nicht gehalten.  

Direkt am Montag äußerte sich Ministerpräsident Markus Söder zu den Bildern vom Wochenende und betonte, er habe gemischte Gefühle, wenn er das ausgelassene Treiben sehe. Zwar wolle er niemandem die Freude nehmen, doch müssten angesichts der hohen Infektionszahlen in München "Freude und Vernunft" Hand in Hand gehen. Eine Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen halte er deswegen für die geeignete Maßnahme. "Wenn die Vernunft nicht hilft, dann muss gesteuert werden", war sich der CSU-Politiker sicher.

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Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen: Wo genau?

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) ist derselben Auffassung wie Markus Söder. Er erklärte in einer Pressekonferenz zu Beginn der Woche, dass die hohen Infektionszahlen zum Handeln zwingen und kündigte eine generelle Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen an. Diese gilt allerdings bisher nur für einige wenige Orte in der Innenstadt:

  • Altstadt-Fußgängerzone einschließlich Schützenstraße, (Karlsplatz) Stachus und Marienplatz
  • Sendlinger Straße einschließlich Sendlinger-Tor-Platz
  • Viktualienmarkt

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Welche Beschränkungen gelten außerdem in München?

Zusätzlich zur generellen Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen gelten in München ab Donnerstag (24. September) verschärfte Kontaktbeschränkungen. Treffen im öffentlichen Raum, in der Gastronomie und auch im Privaten sind dann strenger geregelt. Auf der Homepage der Stadt München ist aufgelistet, wer sich in welcher Konstellation treffen darf: 

"Der gemeinsame Aufenthalt im privaten sowie im öffentlichen Raum und an einem gemeinsamen Tisch in der Gastronomie ist nur gestattet mit Angehörigen des eigenen Hausstands, Ehegatten, Lebenspartnern, Partnern einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft, Verwandten in gerader Linie, Geschwistern sowie Angehörigen eines weiteren Hausstands, oder in Gruppen von bis zu 5 Personen – bisher waren es 10 Personen."

Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen ab sofort nur noch 25 Personen zugegen sein, im Freien sind 50 Menschen erlaubt.

Sämtliche Beschränkungen und Regelungen gelten ab Donnerstag für zunächst sieben Tage. 

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Markus Söder wirbt um Verständnis

Am Wochenende hatte die 7-Tage-Inzidenz in München bei 55,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gelegen – die Bundesregierung hatte vor einigen Monaten den Wert 50 als kritische Grenze festgelegt. Am Dienstag (22. September) gab das Robert Koch-Institut die 7-Tage-Inzidenz für die Landeshauptstadt München mit 49,3 an. 

Ministerpräsident Markus Söder warb auf Instagram um Verständnis für die neuen Corona-Beschränkungen in der Landeshauptstadt. Er bezeichnete die Lage als ernst.

In den zahlreichen Kommentaren wird schnell klar: Die Menschen halten immer weniger von Bayerns strengem Vorgehen. Konstruktive Gegenvorschläge zur allgemeinen Maskenpflicht an öffentlichen Plätzen in München kommen online allerdings auch nicht.

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