Eltern aufgepasst!

Masern-Impfpflicht 2020: Das solltest du jetzt wissen

Die Masern-Impfpflicht gilt ab dem 1. März 2020 an Schulen und Kitas. Wer sich nicht daran hält, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. Doch es gibt Ausnahmen. Wir sagen dir, was du jetzt über das Gesetz wissen musst. 

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Nur noch ein paar Tage, dann gilt das sogenannte Masernschutzgesetz. Ab dem 1. März 2020 müssen Eltern ihre Kinder vor dem Eintritt in die Kita oder Schule nachweislich impfen lassen. Ansonsten droht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 2500 Euro. Es gibt aber Ausnahmen.

Masern: Was du über die Impfpflicht wissen musst

Noch vor einem Jahr wurde noch debattiert, ob wir eine Impfpflicht bekommen, jetzt steht sie quasi vor der Tür: Die Masern-Impfpflicht. Allein im ersten Quartal 2019 (bis Mitte März) haben sich in Deutschland laut Robert Koch-Institut insgesamt 236 Menschen mit Masern infiziert. Bis Ende Juli konnten 450 Fälle von Masern festgestellt werden.

Das ist im Vergleich zu anderen Ländern zwar wenig (in Europa wurden insgesamt 90.000 Fälle gezählt), jedoch stand die Infektionskrankheit einst vor der Ausrottung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat 53 Länder auf die Verbreitung von Masern untersucht - in nur fünf Ländern gab es keine Masernfälle.

Masern zählen zu den ansteckendsten Infektionen der Welt. Die Viren werden von Mensch zu Mensch übertragen, etwa durch Niesen, Husten oder Sprechen. Im schlimmsten Fall kann eine Hirnhautentzündung die Folge sein. 

Masern-Impfpflicht 2020: Das solltest du jetzt wissen
Ab März gilt die Masern-Impfpflicht in Deutschland für Kinder. Foto: iStock/Pornpak Khunatorn

Für wen gilt die Impfpflicht?

Alle Eltern, deren Kinder neu in eine Schule oder Kita kommen, müssen nachweisen, dass ihr Nachwuchs geimpft ist, eine Immunisierung oder ein Impf-Verbot des Kinderarztes vorliegt. Die Impfpflicht gilt zudem alle Arbeitskräfte, die neu in Tagesstätten angestellt werden. Referendare und Lehrer werden ab dem 1. März nur noch mit einem Impfnachweis eingestellt. Den Masernschutz müssen zudem alle Menschen nachweisen, die in medizinischen Einrichtungen tätig sind. Dazu zählen: 

  • Krankenhäuser 
  • Rehabilitations- und Vorsorgeeinrichtungen 
  • Arztpraxen
  • die ambulante Pflege
  • Tageskliniken 

Impfpflicht Übergangsfrist: Es gibt eine Ausnahme

Für Eltern von Kindern, die bereits eine Kita oder Schule besuchen, gilt eine Übergangsfrist bis zum 31. Juli 2021. Die gleiche Regelung gilt für Mitarbeiter, die in Kitas oder Schulen schon vor dem Stichtag angestellt sind. 

Verstoß des Masernschutzgesetz

Kita-Kinder, die nicht geimpft sind, dürfen von der jeweiligen Einrichtung abgewiesen werden. Bei Schülern ist das aufgrund der gesetzlichen Schulpflicht nicht möglich. In so einem Fall werden die Eltern durch das Gesundheitsamt kontaktiert und es kann ein Bußgeld von bis zu 2500 Euro drohen. Denn laut Gesetzgeber ist eine fehlende Impfung eine Ordnungswidrigkeit. Die Strafe gilt auch für die Leitung von Kitas oder Schulen, die Kinder ohne Impfung zulassen. Beschäftige, die keinen Impfnachweise haben, droht im Falle einer Impf-Weigerung ein Tätigkeitsverbot. 

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