Männerkolumne - Das sagt Mann soMax und Jakob über Lügen

Ab sofort finden Sie jeden Monat an diesem Platz ein Gespräch zwischen Max und Jakob* vom Podcast 'Beste Freundinnen'. Das Prinzip: Wir geben den Buddies ein Stichwort und sie erzählen, was sie darüber denken. In dieser Folge geht es ums Lügen. 

Gibt es Freundschaft zwischen den Geschlechtern?
Max und Jakob machen zusammen den Podcast "Beste Freundinnen" - und sind damit ziemlich erfolgreich.
Foto: Eyecandy Berlin

Max: Wie geht’s dir heute, Jakob?

Jakob: Gut. Und da geht’s meistens schon los mit dem Nicht-die-Wahrheit-sagen: Die Antwort auf diese Frage ist eigentlich zu 99 Prozent eine Lüge. Keiner will hören: "Mir geht’s gerade total beschissen."

Max: Ich lüge im Alltag meistens, um in der Beziehung Schadensbegrenzung zu betreiben. "Hast du die Wäsche aufgehängt?" "Ja!" "Beim Arzt angerufen?" "Ja!" Kann ich alles später noch erledigen, aber ich erspare mir Stress. 

Jakob: Viele Männer beschönigen auch gern mal ihren Alkoholkonsum: Ich sage oft, dass ich zwei Bier weniger getrunken habe, als es der Fall war. Weil meine Freundin genau weiß, wie ich drauf bin, wenn ich mehr getrunken habe – und dieses Bild will ich ihr nicht geben.

Max: Wo wir uns gerade schon in der Schwere der Lügen überbieten. Am heftigsten war es für mich, als ich meiner Freundin zwei Jahre lang verheimlicht habe, dass ich einen Podcast mache. Ich wollte einfach nicht, dass sie all die sehr privaten Dinge aus meiner Vergangenheit hört, die ich dort erzählt habe. Wir mussten lange daran arbeiten, um diesen Vertrauensmissbrauch wiedergutzumachen.

Das haben wir schon gelernt: Was Männer an Frauen heiß finden: 

 

Jakob: Ein emotionaler Betrug ist für Frauen eh oft heftiger als ein körperlicher, wie: "Ich war besoffen und hatte was mit der." Wobei genau in diesem Bereich ja auch viel gelogen wird: Wenn man den Partner betrogen hat und es länger oder komplett verheimlicht. Eine heftige Lüge.

Max: Meistens wird die dann auch ewig lang aufrechterhalten, und erst wenn das schlechte Gewissen einen erdrückt oder man aufzufliegen droht, wird gebeichtet. Der Fehltritt wird durch die lange Zeitspanne dazwischen allerdings oft noch viel schlimmer, als wenn man vorher den Arsch in der Hose gehabt hätte, einfach mal die Wahrheit zu sagen.

Jakob: Die häufigsten Anreize fürs Lügen sind ja eigentlich Angst vor Konflikt, Höflichkeit oder dass man die Realität, die man in dem Moment lebt, nicht zerstören möchte. Manche wollen sich mit einer Lüge auch größer machen, als sie sind.

Max: Beim Daten kann man, würde ich mal schätzen, 20 Prozent von dem abziehen, was Männer erzählen, was sie alles Tolles gemacht haben. Wenn sie zum Beispiel damit protzen, einen Porsche zu fahren, in Wahrheit ist es aber nur ein Polo.

Jakob: Allerdings hat sich durch Social Media und das Handy an sich die Aufklärungsrate sicherlich auch erhöht. Zum Beispiel, wenn jemand sagt, er war krank zu Hause und ein Kumpel verlinkt ihn ohne zu fragen auf 'nem Party Pic  …

Weitere Kolumen noch Max und Jakob: 

Max: Wobei Frauen ja eh eine Art siebten Sinn haben. Sie spüren oft sofort, wenn wir lügen. 

Jakob: Eigentlich ist die Gesichtsmotorik der Schlüssel zur Enttarnung: Wir haben ja über 5000 Muskeln im Gesicht, und die sind nicht alle bewusst steuerbar. Das heißt, wenn jemand lügt, dann verändert sich was im Gesicht. Am besten kann man sein Gegenüber mit folgendem Satz überführen: "Du, schau mich mal an und sag mir, dass das die Wahrheit ist."

Max: Wenn dann ein kurzer Wegblinzler kommt  … schlecht. Ich habe neulich übrigens eine Studie gelesen, in der stand, dass Männer doppelt so häufig  lügen wie Frauen ...

Jakob: Vielleicht ist das eigentliche Ergebnis der Studie aber auch, dass sie nur doppelt so häufig erwischt werden wie Frauen.

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