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Mega Corona-Panne in Bayern: Jetzt spricht Markus Söder!

Bei den Corona-Tests in Bayern hat es eine Mega-Panne gegeben. Das sagt Ministerpräsident Markus Söder dazu.

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Eigentlich wollte Markus Söder am Donnerstag an die Nordsee fahren, um dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther einen Besuch abzustatten. Doch daraus wird nichts: Der CSU-Politiker muss sich mit einem schlimmen Fauxpas bei den Coronatests in Bayern beschäftigen.

Bayern: Panne bei den Corona-Teststationen

Was war passiert? Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) hatte zuvor eingestanden, dass es zu einer schweren Panne in den Corona-Teststationen des Bundeslandes gekommen ist. Rund 44.000 Reiserückkehrer hätten noch kein Testergebnis erhalten, darunter sind auch 900 Menschen, die sich nachweislich mit dem Coronavirus infiziert haben.

Auf Twitter erklärte Markus Söder zu dem Vorfall: "Fehler bei Corona-Testzentren: das ist sehr, sehr ärgerlich. Das muss sofort behoben werden und darf nicht mehr passieren. Alle Strukturen sind umgehend zu überprüfen. Leider muss ich daher den Besuch an der Nordsee absagen. Bayern geht vor.“

Markus Söder: Das sagt er zu der Corona-Panne

Auf der Pressekonferenz entschuldigte sich Markus Söder für die Panne, versprach aber gleichzeitig Umstellungen bei den Corona-Tests. Unter anderem wird die Personalkapazität bei den Teststationen um 100 Personen aufgestockt. "Dies ist eine Zwischenetappe bei den Pannen. Wir werden noch viele Probleme bekommen", stellte Söder klar.

Die Entscheidung, eine Vorreiterolle bei dem Testen von Urlaubsrückkehrern einzunehmen, sei die richtige gewesen, betonte Söder. Nur die Umsetzung habe nicht so funktioniert, wie im Vorfeld geplant. Melanie Huml erklärte auf der Pressekonferenz außerdem, dass derzeit die ausstehenden Ergebnisse an die getesteten Personen weitergegeben werden. Rund 100 Ergebnisse konnten bis jetzt noch nicht zugeordnet werden.

Wie kam es zu den Verzögerungen bei den Teststationen?

Wie die "Bild“-Zeitung berichtet, soll es bei den Teststationen, die vom Bayerischen Roten Kreuz betreut werden, zu Fehlern gekommen sein. Angeblich wurden die Formulare zum Teil mit Bleistiften ausgefüllt, was dazu geführt haben soll, dass die Daten bei der Übertragung nur schwer zu lesen waren. Dies hätte die Verzögerung verursacht.

Auch eine unerwartet hohe Nutzung des Angebots hätte zu Problemen bei den Teststationen geführt, erklärte der Präsident des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Andreas Zapf. Markus Söder hat nach der Panne eine Krisensitzung mit Andreas Zapf und Melanie Huml einberufen. Für die kommenden Tests versprach der Ministerpräsident, dass alles getan wird, damit derartige Pannen nicht mehr passieren. "Wir müssen schauen, dass wir aus jedem Fehler lernen, um für Sicherheit und Klarheit zu sorgen", so Söder auf der Pressekonferenz am Donnerstag.

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