Hartz IVMehr Kontrollen bei Hartz IV: So fahndet das Jobcenter nach Betrügern

Unter den Hartz-IV-Empfängern gibt es immer wieder Betrüger. Jetzt will das Jobcenter die Maßnahmen verschärfen, um nach solchen zu fahnden. Was heißt das für Hartz-IV-Bezieher genau?

Im Jahr 2016 wurden knapp 150.000 Ermittlungsverfahren gegen Hartz-IV-Empfänger mit Verdacht auf Leistungsmissbrauch eingeleitet. Es gibt sie also: Die schwarzen Schafe. Einkommen jeglicher Art muss beim Antrag auf Hartz IV – und auch bei Veränderungen danach – gemeldet werden. Andernfalls drohen Bußgelder.

Um Hartz-IV-Betrügern auf die Schliche zu kommen, will das Jobcenter jetzt aktiver nach ihnen fahnden. So sollen zum Beispiel öfter die zuständigen Zollämter eingeschaltet werden, die bei Schwarzarbeit ermitteln.

Die Ämter werden dann mit einbezogen, wenn es Hinweise auf einen Betrug gibt, die Mitarbeiter den Verdacht haben, dass Tätigkeiten oder Einnahmequellen verschleiert werden.

Gründe für eine Ermittlung sind zum Beispiel gegeben, wenn die angegebenen Arbeitszeiten nicht zum Stundenlohn passen oder das Einkommen urplötzlich genau auf den erlaubten Grundfreibetrag sinkt.

Auch ohne Einbezug der Zollämter soll das Jobcenter in Eigeninitiative stärker nach Hartz-IV-Betrügern fahnden. Auf diese Weise können die Betrugsfälle in den kommenden Jahren hoffentlich gesenkt werden.

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