RedaktionstestMein erstes Mal beim Yoga: So habe ich es erlebt

Mein erstes Mal beim Yoga: So habe ich es erlebt
Foto: iStock // RyanJLane
Inhalt
  1. Yoga und Musik? Fehlanzeige!
  2. Von "Ommm" & Co war nichts zu hören
  3. 60 Minuten Yoga: ein Gefühl wie neugeboren

Ist Yoga eigentlich wirklich so viel "Ommm"? Und kann ich das eigentlich auch machen, wenn ich normalgelenkig bin? Unsere Redakteurin hat sich für Euch in ihre allererste Yogastunde begeben und räumt mit ein paar Vorurteilen auf.  

Meine allererste Yogastunde steht kurz bevor. Ich bin ehrlich gesagt etwas nervös, schließlich möchte ich mich unter den ganzen Könnern mit meiner Nicht-Erfahrung gleich nicht vollkommen zum Hampelmann machen. Was mich schon einmal beruhigt: Optisch passe ich ohne Schuhwerk schon einmal sehr gut ins Bild. Plötzlich öffnet sich die Tür zu dem Raum, vor dem die Gruppe wartet. "Kommt rein, ihr Lieben. Wir können loslegen", tönt es sanft aus dem Mund einer kleinen Frau, deren schlanker, trainierter Körper sofort erkennen lässt, dass sie die Lehrerin ist.

 

Yoga und Musik? Fehlanzeige!

Martina - so der Name der Yogalehrerin - wartet bereits startklar vor ihrer Matte stehend. "Oh, ein neues Gesicht", ruft sie durch den Raum und nickt mir lächelnd zu. "Breite Deine Matte einfach aus, wo Du magst. Feste Plätze gibt es hier nicht", erklärt sie mir, nachdem sie erkannt hat, dass ich mich etwas unsicher im Raum umschaue. "Danke", rufe ich ihr zu und platziere mich in der zweiten Reihe von hinten, aber dafür - ganz mutig - mittig. Jetzt, wo alle ihren Platz gefunden haben, wird bestimmt gleich eine schöne Entspannungsmusik angehen. Zumindest war das meine Annahme bis ich eines Besseren belehrt wurde. Keine Musik, stattdessen die pure Stille.

Das finde ich im ersten Moment seltsam, denn so kann ich selbst das Knurren des Magens von meiner Kurskollegin am anderen Ende des Raumes hören. Auf der anderen Seite tut eine kleine Auszeit von der täglichen Dauerbeschallung wahrscheinlich auch mal ganz gut. Und Ruhe und Auszeit sind ja gleichermaßen wohl auch der Sinn einer Yogastunde.

 

Von "Ommm" & Co war nichts zu hören

Wir starten mit einem leichten Aufwärmprogramm, bevor wir mit den eigentlichen Übungen loslegen. Das gefällt mir persönlich sehr gut, denn so muss ich gefühlt nur noch in lauwarmes Wasser springen. Die Übungen haben alle so lustige Namen wie "der Hund", "der Krieger" oder "die halbe Heuschrecke". Ich muss jedes Mal ein bisschen schmunzeln, wenn einer dieser Namen fällt. Was mich sehr positiv überrascht ist, dass ich keine Probleme habe die Übungen umzusetzen. Das war zu Beginn meine größte Sorge, dass ich möglicherweise nicht flexibel genug bin. Vielmehr habe ich mit dem Halten der Positionen bei den Übungen zu kämpfen, denn das kostet wirklich viel Kraft. An dieser Stelle sei deshalb auch noch einmal gesagt: Wer glaubt, dass Yoga nicht anstrengend ist, der irrt gewaltig und wird beim ersten Versuch schnell merken, dass das Gegenteil der Fall ist. Am nächsten Tag hatte ich einen gehörigen Muskelkater. Und das an Stellen, an denen ich gar keine Muskeln vermutet hatte.

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Während meine erste Yogastunde fortschreitet, frage ich mich, wann wohl der Punkt kommt, an dem wir alle gemeinsam "Ommm" sagen. Ich warte vergeblich und erfahre hinterher, dass das beim Yoga nicht zwingend und meistens nur beim bestimmten Formen des Yogas der Fall ist. Mir soll es nur recht sein, denn ich glaube, dass das nicht meins gewesen wäre. Warum? Weil ich mich dafür einfach nicht spirituell genug fühle.

 

60 Minuten Yoga: ein Gefühl wie neugeboren

Das stimmt wirklich! Ich fühle mich sehr entspannt und gelassen, als die Trainerin die Stunde beendet und uns wieder in den ganz normalen Wahnsinn des Alltags entlässt. Ich bin davon überzeugt, dass mich heute nichts mehr aus der Fassung bringen kann. Alleine für dieses Gefühl hat es sich gelohnt an einer Yogastunde teilzunehmen. Und auch so kann ich mir gut vorstellen, weiterhin mal eine Yogastunde zu besuchen. Nicht nur, weil es Spaß gemacht hat, sondern weil ich finde, dass ein sehr gutes Gefühl zurückbleibt - sowohl körperlich als auch geistig.

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