Es wird teurerMieten steigen 2018 um fünf Prozent

Mieter müssen 2018 tiefer in die Tasche greifen. Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes steigen die Preise für Mietwohnungen 2018 um weitere fünf Prozent.

 

Während alle darauf warten, dass die Mieten endlich wieder günstiger werden, bringt der Deutsche Mieterbund diesen Wunschtraum zum Platzen. Auch 2018 ist in diesem Bereich keine finanzielle Erleichterung in Sicht - ganz im Gegenteil sogar. 

"Wir erwarten weitere Zuwächse von im Schnitt fünf Prozent", erklärt Lukas Siebenkotten, der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes, gegenüber der Deutschen Presseagentur. In Großstädten dürfen sich Mieter auf noch höhere Preise gefasst machen. Der neue Mietspiegel für 2018 enthält Preise, die rund zehn Prozent höher sind, als die aus dem 2016 veröffentlichten Überblick. 

 

Auch die Nebenkosten steigen

Doch die Mietpreise sind nicht die einzigen Kosten, die weiter ansteigen. Mieter müssen auch für Nebenkosten künftig mehr zahlen. Glücklicherweise sieht der Deutsche Mieterbund bei den Kosten für Wasser, Abwasser, Strom, Schornsteinfeger oder auch Straßenreinigung nur einen geringen Anstieg von ungefähr einem Prozent voraus.

Heizen wird 2018 allerdings weitaus teurer. "Für Öl und Gas dürften Mieter rund zehn Prozent mehr zahlen müssen und für Fernwärme rund zwei Prozent", so Lukas Siebenkotten. 

Der Mieterbund fordert, dass sich die Politik mehr für die Belange der Mieter einsetzt, damit sozialen Spannungen vorgebeugt werden kann. Man müsse sich darauf konzentrieren, Sozialwohnungen zu bauen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Wie aus einer Umfrage der YouGov hervorgeht, fällt es gerade jungen Menschen schwer, mit den hohen Mietpreise zurecht zu kommen. Von den befragten 18-24-Jährigen gab es ein Viertel an, dass die hohen Mietpreise es ihnen erschweren würden, eine passende Wohnung zu finden.

 

Immobilienverband Deutschland sieht nur leichten Preisanstieg

Wie der Immobilienverband Deutschland (IVD) berichtet, sei der Preisanstieg bei neuen Mietverträgen abgeebbt. In deutschen Städten mit unter 30.000 Einwohnern sei nur an leichter Preisanstieg zu beobachten. In Städten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern sei es einer deutlichen Verlangsamung gekommen. Gleiches gilt auch für die Mietpreise in Metropolen. Wobei in Berlin Aufschläge verzeichnet wurden. Nach Angaben des IVD sei der Wohnungsneubau demnach wirkungsvoll. Doch dieser These widerspricht der Deutsche Mieterbund mit seinen Prognosen für 2018. 

(ww8)

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