AuskunftspflichtMietpreisbremse verstärkt: Ab Januar 2019 werden Mieter mehr geschützt

Ab Januar 2019 müssen Vermieter offenlegen, was Vormieter gezahlt haben. Die Auskunftspflicht soll Mietende schützen - sie sehen so, ob die Mietkosten zu hoch sind.

Seit 2015 gibt es eine Mietpreisbremse. Bereits im Mai 2017 wurde über eine Verschärfung diskutiert. Jetzt ist sie beschlossene Sache: Ab Januar 2019 unterliegen Vermieter* einer Auskunftspflicht. Sie müssen dem Mieter vorlegen, was Vormieter gezahlt haben.

Mietpreisbremse verstärkt: Ab Januar 2019 werden Mieter mehr geschütztiStock

 

Mietpreisbremse: Folgende Regelungen gelten für alle Vermieter in Deutschland

Zusätzlich zur Auskunftspflicht treten ab Januar diese Regelungen in Kraft: 

  • Wird aufgrund einer Hausmoderniesierung die Miete angehoben, kann der Mieter Schadensersatz fordern. Der Vermieter kann wegen einer Ordnungswidrigkeit belangt werden und muss mit einer Strafe in Höhe bis zu 100.000 Euro rechnen.
  • Die Miete darf wegen einer Modernisierung innerhalb von sechs Jahren nur um maximal drei Euro pro Quadratmeter steigen.
  • Wer in einer Wohnung wohnt, die mit sieben Euro pro Quadratmeter veranschlagt ist, muss im Falle einer Modernisierung mit einer Mieterhöhung von nur zwei Euro pro Quadratmeter der Nettokaltmiete rechnen.
  • Bundesweit (statt wie ursprünglich geplant in Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt) dürfen Vermieter statt elf Prozent nur noch acht Prozent der Modernisierungskosten pro Jahr auf die Mieter umlegen. 

Abgeordnete von Union und SPD stimmten für den Entwurf der Bundesregierung. Die AfD und FDP lehnten ihn ab; Linke und Grüne enthielten sich. 

*Wir benutzen der Einfachheit halber die männliche Form.

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