Frei zugängliche DatenMillionen Kontakte von Instagram-Nutzern im Netz offengelegt

Ein Sicherheitsexperte entdeckte eine nicht Passwort geschützte Datenbank mit rund 49 Millionen Instagram-Kontakten von Influencern, Promis und Firmen in einer Amazon Cloud. Zurückzuführen ist das Datenleck auf eine indische PR-Firma.  
 

Inhalt
  1. Millionen Instagram-Kontakte online frei zugänglich
  2. Wie konnte es zu dem Datenleck kommen? 
  3. Instagram untersucht den Fall

Das erneute Datenleck bei Facebooks Bilder-Community Instagram ist riesig: Um die 49 Millionen Kontakte wurden online ungeschützt in einer Cloud gespeichert – darunter auch private Daten wie Handynummern und E-Mail-Adressen. Die Spur führt nach Mumbai… 

 

Millionen Instagram-Kontakte online frei zugänglich

Wie 'TechCrunch' berichtete, entdeckte der Sicherheitsexperte Anurag Sen die umfassende Datenbank, die nicht Passwort geschützt und damit jedem frei zugänglich war, in einem gemieteten Online-Speicher von Amazons Clouddienst AWS (Amazon Web Services).  
Die Datenbank umfasste über 49 Millionen Einträge von verifizierten Influencern, Promis und Markenkonten. Hinterlegt waren allerdings nicht nur öffentliche Daten – darunter Profilbilder und Follower-Zahlen –, sondern auch private Informationen wie Handynummern und E-Mail-Adressen. Zusätzlich waren Informationen zur Häufigkeit der Interaktionen, Profilbesucherzahlen und Reaktionen wie Likes – sprich werberelevante Fakten – erfasst worden. 

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Wie konnte es zu dem Datenleck kommen? 

Auf Hinweis des Sicherheitsexperten hin stellte 'TechCrunch' Nachforschungen an und verfolgte die Datenbank bis zu einer in Mumbai ansässigen Social-Media-Marketing-Firma namens Chtrbox zurück. 
Chtrbox äußerte sich nicht zu der Panne, sammelte die sensiblen Nutzerdaten aber wohl zu Marketingzwecken: Die Firma bezahlt Influencer für Werbepostings
Die Datenbank ist inzwischen offline.  

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Instagram untersucht den Fall

Gegenüber der 'Bild'-Zeitung betonte eine Instagram-Sprecherin, dass das Datenleck nicht einfach ignoriert werde, nur weil Chtrbox als Verursacher ausfindig gemacht werden konnte. Das Unternehmen stelle eigene Untersuchungen an:
"Wir untersuchen, ob ein Dritter unsachgemäß Instagram-Daten gespeichert hat, was gegen unsere Richtlinien verstößt. Es ist außerdem nicht klar, ob die Telefonnummern und E-Mail-Adressen in der Chtrbox-Datenbank von Instagram stammen. Unabhängig davon nehmen wir die Möglichkeit ernst, dass Dritte Benutzerdaten missbrauchen. Deshalb arbeiten wir daran, das Geschehene schnellstmöglich zu verstehen.Weiteterhin stellte Chtrbox in einem eigenem Statement klar, dass man 350.000 Nutzer und nicht wie ursprünglich behauptet 49 Millionen Nutzer in der Datenbank gespeichert habe.

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