RuhrgebietEssen und Gelsenkirchen: Minderjährige Schülerinnen von jungen Männern vergewaltigt

Update vom 16. Februar:

Der gesuchte 18-Jährige, der laut Polizei Essen "dringend tatverdächtig" ist, mit vier weiteren Jungen Männern mehrere Sexualstraftaten in Essen und Gelsenkirchen begangen zu haben, stellte sich gestern Abend (15.

Inhalt
  1. Die mutmaßlichen Täter sind im Alter von 16 bis 23 Jahren
  2. Drei der Opfer erstatteten selbst Anzeige
  3. Die Täter planten ihre Vorgehensweise

Februar) der Polizei.  

Meldung vom 15. Februar: 

Im Ruhrgebiet sollen mehrere junge Männer minderjährige Schülerinnen vergewaltigt haben. Bisher ist von sechs Sexualstraftaten auszugehen, die in den vergangenen Monaten in Essen und Gelsenkirchen passierten. 

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, kam es zu den zunächst harmlosen Treffen über Kontakte im Internet. Die Täter erschlichen sich anfangs das Vertrauen der Mädchen, um sie anschließend an einem abgelegenen Ort zu vergewaltigen. 

 

Die mutmaßlichen Täter sind im Alter von 16 bis 23 Jahren

Die Verdächtigen sind im Alter von 16 bis 23 Jahren, drei von ihnen sitzen bereits in Untersuchungshaft, nach einem 18-Jährigen wird mit einem Foto gefahndet. Gegen einen 16-Jährigen wird zwar ermittelt, aus Altersgründen liegt jedoch kein Haftbefehl vor. Den mutmaßlichen Tätern wird Vergewaltigung, versuchte Vergewaltigung und sexuelle Nötigung vorgeworfen. 

 

Drei der Opfer erstatteten selbst Anzeige

Bisher sind den Ermittlern noch nicht alle Opfer bekannt. Drei der jeweils 16-jährigen Mädchen hatten selbst Anzeige erstattet und so kam es am 17. Januar, einen Tag nach dem jüngsten bekannten Fall, zur ersten Festnahme. Über Chatverläufe gelangte die Polizei zu den weiteren mutmaßlichen Tätern
Der bisherige Ermittlungsstand hat ergeben, dass es jeweils im Dezember 2017 und im Januar 2018 eine Vergewaltigung sowie im Januar eine versuchte Vergewaltigung gegeben haben soll. Die Auswertung weiterer Chatverläufe veranlassen die Ermittler zu der Annahme, dass ein weiterer Fall bereits im November 2017 passiert sein soll, sowie zwei weitere Sexualstraftaten im Januar 2018

 

Die Täter planten ihre Vorgehensweise

Ulrich Schmitz von Kriminalkommissariat in Essen äußerte sich zum Tathergang wie folgt: „Die Täter wollten schon im Vorfeld das Vertrauen der Mädchen gewinnen und sie emotional an sich binden". Dabei verfolgten die Täter stets eine ähnliche Strategie. Laut Bild-Zeitung soll einer der Täter als Lockvogel fungiert haben, mit welchem sich die jungen Mädchen zunächst alleine getroffen haben. Anschließend seien drei weitere Männer dazugekommen, um eine Autofahrt durch die Stadt zu unternehmen. „Dabei wurde den Mädchen unter einem Vorwand das Handy abgenommen, um sie hilflos zu machen", sagte Schmitz. An einem abgelegenen Ort seien die Mädchen dann jeweils zu sexuellen Handlungen gezwungen worden sein. Die mutmaßlichen Täter kommen aus Gelsenkirchen, die Tatorte sind auf Essen und Gelsenkirchen zurückzuführen. 

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