GehaltMindestlohn soll wieder steigen: Gibt es jetzt mehr Geld für alle?

Die Mindestlohnkommission hat sich für eine Erhöhung des Mindestlohns ausgesprochen. In der Regel übernimmt die Regierung den Vorschlag. Gibt es also mehr Geld für Arbeitnehmer?

Der aktuelle gesetzliche Mindestlohn liegt bei 8.84 Euro pro Stunde. Die jetzt von der Mindestlohnkommission vorgeschlagene Erhöhung würde rund drei Millionen Deutsche betreffen. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil begrüßte den Vorschlag.

Die Kommission plant eine Erhöhung in zwei Stufen: Ab 2019 würde der Mindestlohn dann auf 9,19 Euro pro Stunde steigen und mit dem Beginn des Jahres 2020 würde der Lohn weiter auf 9,35 Euro pro Stunde erhöht werden. Insgesamt erhöht sich der Mindestlohn so um 5,8 Prozent. Diese Rechnung orientiert sich an der Entwicklung der Tariflöhne. Die Bundesregierung muss den Vorschlag noch absegnen und per Verordnung umsetzen. In der Regel richtet sie sich dabei aber immer nach der Kommission.

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für sämtliche volljährige Arbeitnehmer. Nur Langzeitarbeitslose dürfen sich in den ersten sechs Monaten einer Arbeitsaufnahme nicht auf ihn berufen. Gleiches gilt für Auszubildende, Menschen mit Pflichtpraktika oder Praktika mit einer Dauer von unter drei Monaten. Zusammenfassend lässt sich jedoch sagen, wer bisher Mindestlohn erhalten hat, wird auch die Erhöhung automatisch erhalten. Wenn sich ein Arbeitgeber nicht an die Vorgabe hält, besteht ein Rechtsanspruch, der jederzeit eingeklagt werden kann.

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