Fit im "Alter"Mit 30 geht`s bergab! Stimmt das?

Stimmt es wirklich, dass der Körper ab 30 nur noch abbaut? Ernährungsprofi und Fitnessfachmann Patric Heizmann sagt, es kommt darauf an...

Gesund älter werden
Foto: Portra / iStock

Mit 30 geht's bergab. Schlimm, wer diese magische Altersgrenze überschreitet und diesen vernichtenden Glaubenssatz seit Jahren unzählige Male eingetrichtert bekam. So wie ich. Diesen Spruch habe ich immer wieder im zarten Alter von 23, 25, 27 gehört. Ist das wirklich so? Das kommt drauf an...

Die Fakten: der Hormonhaushalt verändert sich, Richtig, Testosteron nimmt ab. Auch bei Frauen, die von Natur aus schon weniger davon haben. Die haben dann eben noch weniger, das ist blöd. Denn es ist das hauptverantwortliche Hormon für knackige, feste Muskeln und unsere Muckis sind ja bekanntlich Dauerkalorienfresser. Wer also mit dem Älter werden immer weniger Muskeln hat, braucht auch weniger Kalorien. Das Problem: Wir futtern munter weiter. Je älter, desto mehr gewinnt Lecker-Essen an Bedeutung. Manche sind überzeugt: „Essen ist der Sex des Alters“ und dann kommt es eben ganz dick. Als Schenkelsilber. Als Feinkostgewölbe.

 

Stress dickt an

Das sich zurückziehende Testosteron ist aber nicht das einzige Problem: Viele Menschen stehen mit ihren 30 Jahren mitten im stressigen Berufs- oder Familienleben. (Dauer)stress empfindet unser Organismus als Notsituation. Damit ständig ausreichend Brennstoff für die akuten Stressphasen zur Verfügung steht, kippt der Körper mehr seines Stresshormons Cortisol ins Blut und Cortisol macht gerne mal in besonders stressigen Situationen aus Muckis Brennstoff. Das nagt also zusätzlich am Fettverbrenner Nr. 1. Dem Stress laufen wir ja auch heute nicht mehr davon, wortwörtlich.

Denn unsere Vorfahren nahmen in akuten Stressphasen immer die Beine in die Hand und flüchteten bzw. kämpften mit höchstmöglicher Intensität. Das lag in der Natur der Sache: Wenn die sich hingelegt und an einer Banane geknabbert hätten, wäre das ein feines Leckerchen für das Säbelzahn-Raubkätzchen geworden ( Mit einer angekauten Banane als Nachtisch.) Gut für den Stressabbau war das Rennen oder Kämpfen allemal. Weil sich das Stresshormon in Luft auflöste, wenn Fred Feuerstein wuselnd oder prügelnd nach Luft japste.

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Bleib in Bewegung

Bist du also hilflos dem körperlichen Verfall ausgeliefert? Natürlich nicht! Achte einfach auf zwei Dinge: versuche, so weit es möglich ist, unnötigen Stress zu vermeiden. Gehe nicht zu viele Verpflichtungen ein, die nur unnötig dein Muskelkillerhomon in der Blutbahn kreisen lässt.

Lässt sich das nicht vermeiden, dann verbruzzel das Hormon Cortisol zum Beispiel bei einem gemütlichen Läufchen am Abend. Diese 15 Minuten + 5 Minuten Duschen fehlen dir nicht wirklich beim abendlichen auf-der-Couch-liegen. Deine Glückshormone feiern jetzt eine Party in deinem Körper. Das fühlt sich schick an. Wenn du jetzt nicht häufiger (sonst wird wieder zu stressig) als 2-3x pro Woche ein kurzes, intensiven Krafttraining im Fitness-Studio oder Zuhause mit z.B. Liegestütz, Kniebeugen und Poformer machst, dann kurbelt Männlein wie Weiblein die Testosteron-Produktion an. Das Zeug bastelt dir wieder Muskeln und kitzelt auch an der Libido. Vielleicht kann dann bald das Ausdauertraining ins Bettchen verlagert werden? Nichts ist unmöglich...

Muskelfutter statt Füllstoffe

Nix Neues, aber gerade hier wichtig zu erwähnen: wer nur Müll in sich reinstopft, wird seinen Körper langsam deformieren. Eiweiß ist nun mal der Grundbaustein der Muskeln. Klar, wer seinem Körper bewegungsarm vergammeln lässt und mehr Füllstoffe als Lebensmittel konsumiert, bei dem geht’s ab 30 stabil bergab und bleibt dann im „Ich werde alt“-Jammertal zurück. Ich bin halb 76 – also 38 Jahre (ja, ich darf schon mitreden) und war noch nie so fit wie heute. Ich bin sogar überzeugt: Da geht noch mehr und das bei weniger Trainingsaufwand als in den 20ern.

Unser Experte zeigt dir in seinem kostenfreien Webinar  wie du es schaffst, das es auch mit 30 steil nach oben geht!  

Erfahrung schlägt Aufwand

30 geht’s bergauf! Denn Ü30er haben einen großen Vorteil gegenüber den jungen Hüpfern: wir kennen unseren Körper viel besser, wissen mehr über Bewegung und Ernährung. So können wir den „Verfall“ massiv verzögern. So wirst auch du mit 90 Jahren noch guten Sex haben, während es Gleichaltrige bestenfalls noch schaffen, im Park die Enten zu füttern. Hoffentlich unterstützt mich der liebe Gott dabei. Er muss ja dann nicht zugucken.

Also... zeig deinen Muskeln, dass du sie vermissen würdest, wenn sie sich klammheimlich verabschieden. Und belohne sie dafür mit ihrem Lieblingsfutter: Eiweiß. Pizzaböden, Pfannkuchen und Brot kannst du muskelfreundlich aufmöbeln.

 

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